Flottes Trio für guten Zweck Facettenreiches Big Band-Meeting im Haus der Jugend

Ausdrucksstarke Stimme: 
              
              Sängerin Elsa Johanna Mohr mit Tuten & Blasen beim Big Band-Abend im Haus der Jugend. Foto: Swaantje HehmannAusdrucksstarke Stimme: Sängerin Elsa Johanna Mohr mit Tuten & Blasen beim Big Band-Abend im Haus der Jugend. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Einen facettenreichen Benefizabend zugunsten der CF-Mukoviszidose-Selbsthilfe gestalteten drei Osnabrücker Big Bands im Haus der Jugend.

Dabei bewies zunächst das von Minh Voong geleitete Ensemble Tuten & Blasen, dass es genau davon viel Ahnung hat. Entspannte lateinamerikanische Rhythmen harmonierten prächtig mit der ausdrucksstark tiefen Solojazzstimme von Elsa Johanna Mohr. Zwischendurch gönnten ihr die Musiker mit einem flotten Miles Davis-Klassiker eine Atempause. Als Eigenkomposition des Bandleaders überzeugte das fröhlich-beschwingte „My Favourite Things“. Ein so ergreifendes wie kraftvolles „Teach Me Tonight“ und Nina Simones Jazzpop-Klassiker „Feeling Good“ beendeten das erste Drittel.

Hommage an Pat Metheny

Ausschließlich der Musik des amerikanischen Jazzgitarristen Pat Metheny widmete sich dann die seit 33 Jahren aktive Konsession Big Band der Musik & Kunstschule. Lässig dirigiert von Uwe Nolopp, eröffnete die Formation mit „Better Days Ahead“, bevor über die Ballade „Always and Forever“ und den bekannten „Phase Dance“ mit einem krachend melodiösen „Heartland“ das halbe Dutzend vollgemacht wurde. Tenor- und Altsaxofon, Piano, Trompete, Querflöte, Posaune, Flügelhorn, Bass und nicht zuletzt die Gitarre sorgten für klangvolle Solo-Momente.

Poppiges Potpourri

Einen Querschnitt aus ihrem Repertoire aus fast drei Jahrzehnten und vier CDs präsentierte schließlich die Uni Big Band. Der vielschichtige Opener „California Dreaming“ war dabei nicht der einzige Klassiker der Jazz- und Popgeschichte, den Bandleader Peter Witte für das große Aufgebot neu arrangiert hat. Neben der von Tolkiens Hobbit inspirierten Eigenkomposition „There and Back Again“ stachen Kurt Ellings „Where I Belong“, das durch Björk bekannt gewordene „It´s Oh So Quiet“ und der buchstäblich herausposaunte Tom Waits-Cha-Cha-Cha „Swordfishtrombone“ heraus. Jonas Janßen und Feelia Küster alternierten als Gesangssolisten und hauchten dem abwechslungsreich poppigen Potpourri zusätzliches Leben ein.


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