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Derzeit beim Landkreis Osnabrück Erster Kreisrat Stefan Muhle soll Staatssekretär in Hannover werden

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Stefan Muhle (CDU) soll ins Niedersächsische Wirtschaftsministerium nach Hannover wechseln. Archivfoto: Landkreis Osnabrück/LewandowskiStefan Muhle (CDU) soll ins Niedersächsische Wirtschaftsministerium nach Hannover wechseln. Archivfoto: Landkreis Osnabrück/Lewandowski

Osnabrück. Stefan Muhle (CDU) soll ins Niedersächsische Wirtschaftsministerium nach Hannover wechseln. Minister Bernd Althusmann (CDU) will den Ersten Kreisrat des Landkreises Osnabrück im Dezember offiziell dem Kabinett als Staatssekretär vorschlagen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte unsere Redaktion über die Personalie berichtet, ohne dass sich das Ministerium offiziell äußern wollte. Am Mittwoch wurde nun öffentlich, dass Althusmann den 43-jährigen Meller als zweiten Staatssekretär neben Berend Lindner einsetzen will. Muhle soll dem Kabinett im Dezember vorgeschlagen werden und schon im Januar 2018 nach Hannover wechseln. Eine Zustimmung gilt nach Informationen aus gut unterrichteten Kreisen in Hannover als nahezu sicher.

Masterplan Digitalisierung

Muhles künftiger Arbeitsschwerpunkt soll die Erarbeitung und Umsetzung eines Masterplans Digitalisierung für Niedersachsen sein. Der bisherige Erste Kreisrat des Landkreises Osnabrück sei durch seine bisherige Tätigkeit für die neue Aufgabe bestens geeignet, wird Althusmann in einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums zitiert. „Stefan Muhle ist seit Jahren für den Breitbandausbau im einwohnerstärksten und zweitgrößten Landkreis des Landes Niedersachsen zuständig. Er ist mit den Herausforderungen der Digitalisierung insbesondere im ländlichen Raum vertraut, kennt sich durch vielfältige Tätigkeiten als Referatsleiter in der Ministerialverwaltung in Hannover aus und hat in den letzten Jahren als Kämmerer und Personaldezernent auf kommunaler Ebene Verantwortung getragen.“

Flächendeckende Versorgung in Niedersachsen bis 2022

Er solle nun die Digitalisierungsoffensive in Niedersachsen umsetzen und die verschiedenen, bereits bestehenden Initiativen zur Digitalisierung und zum Breitbandausbau von einer Stelle aus koordinieren. Die Digitalisierung sei ein zentrales Vorhaben der neuen Landesregierung, heißt es weiter. Bis 2022 soll die flächendeckende Versorgung Niedersachsens mit schnellem Internet, die Beschleunigung der Digitalisierungsprozesse in der Gesellschaft und die digitale Professionalisierung der Landesverwaltung mit einer Milliarde Euro aus Landesmitteln vorangebracht werden.

Landrat: Eine gute Wahl für Niedersachsen

Landrat Michael Lübbersmann freue sich über den „Karrieresprung unseres Ersten Kreisrats“, sagte dieser auf Anfrage unserer Redaktion. „Mit dieser Entscheidung trifft Minister Althusmann eine gute Wahl für Niedersachsen.“ Das Land gewinne mit Muhle einen „erfahrenen Strategen für die voranschreitende Digitalisierung und den Breitbandausbau“. Gleichzeitig spiegele die Personalentscheidung eine hohe Wertschätzung für die Region Osnabrück wider, sagte Lübbersmann.

Rückkehr nach Hannover?

Für Muhle wäre es nach seinen rund sechs Jahren in der Osnabrücker Kreisverwaltung eine Rückkehr nach Hannover: Bereits vor seinem Amtsantritt im Jahr 2011 war der Jurist rund drei Jahre lang Leiter des Referats Regierungsplanung und Grundsatzfragen in der niedersächsischen Staatskanzlei. Zuvor war der 43-Jährige unter anderem Sprecher des Kultusministeriums in der Landeshauptstadt und Referent der CDU-Landtagsfraktion. Muhle ist Vater von zwei Kindern und lebt mit seiner Familie in Melle.


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