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Debatte am Runden Tisch Bürger wollen Sporthalle im Osnabrücker Stadtteil Schölerberg vor Abriss retten

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Hat die Sporthalle der Käthe-Kollwitz-Schule noch eine Zukunft? Foto: Michael HehmannHat die Sporthalle der Käthe-Kollwitz-Schule noch eine Zukunft? Foto: Michael Hehmann

Osnabrück. Die Sporthalle der Käthe-Kollwitz-Schule bleibt Dauerthema des Runden Tisches „Schölerberg/Fledder“.

Sprecherin Monika Budke konnte beim jüngsten Treffen der Bürgervereinigung keine guten Nachrichten übermitteln: Zwar habe sie Fachbereichsleiter Hans-Georg Freund noch auf die Neuzusammensetzung des Stadtrates verwiesen, bis es zu einer endgültigen Klärung des Komplexes Käthe-Kollwitz-Schule kommen könne. „Doch mein Eindruck ist, die Sporthalle steht auf der Abschussliste“, sagte Budke. Hintergrund: Der sanierungsbedürftige Sportort gehört mit zur Käthe-Kollwitz-Schule, die 2015 geschlossen wird. Neben dem Schulbetrieb wird die Halle auch vom SC Schölerberg genutzt.

Dessen erster Vorsitzender, Siegfried Keuchel, rekapitulierte den Stand der Dinge. Zwar seien wohl die eklatantesten Sicherheitsmängel gelöst, doch noch immer laufe ständig die Heizung. „Eine Übungsleiterin kommt immer eine Stunde vorher, um die Fenster aufzumachen“, schilderte Keuchel.

Ein Brief an Fachbereichsleiter Freund habe dazu geführt, dass man sich demnächst zusammen die Halle anschaue.

Interesse an einer gemeinsamen Vorgehensweise äußerte auch der Schulleiter der Berufsbildenden Schulen am Schölerberg. „500 Berufsschüler nutzen derzeit 16 Klassenräume der Kollwitz-Schule. Und wir brauchen 20“, sagte Ewald Herkenhoff. Er habe die Vermutung, dass die Schule in vier Jahren abgerissen werden soll, um an der Stelle Bauplätze zu verkaufen.

Monika Budke nannte einen weiteren Grund, der für den Erhalt der Halle spreche: „Wir sind einer der kinderreichsten Stadtteile Osnabrücks. Mehrere Familien beziehen Hartz IV und können Fahrten zu anderen Sportstätten nicht finanzieren.“ Sowohl Herkenhoff als auch der Runde Tisch und der SC Schölerberg vereinbarten weitere Gespräche wegen der Halle.

Eine verstärkte Beobachtung erfordere der Schwerlastverkehr in der Meller Straße, meinte ein Teilnehmer. Seit Volkswagen im Gewerbegebiet Fledder den Betrieb aufgenommen habe, nutzten auch Fahrzeuge über 3,5 Tonnen die Meller Straße, obwohl sie nur die Hannoversche Straße nutzen sollten.


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