Von Low- auf High-Gas Stadtwerke Osnabrück: Es läuft bei der Gasumstellung

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Die Geräteerhebung zur Erdgasumstellung kommt laut Stadtwerken gut voran. Foto: David EbenerDie Geräteerhebung zur Erdgasumstellung kommt laut Stadtwerken gut voran. Foto: David Ebener

Osnabrück. Halbzeit bei der Umstellung von Low- auf High-Gas. Mehr als die Hälfte aller Osnabrücker Gasgeräte wurde bereits erfasst, der Rest soll bis Juni abgearbeitet sein. Dementsprechend zufrieden sind die Stadtwerke mit dem Verlauf dieses großen Infrastrukturvorhabens.

„Wir kommen bei der Erhebung der Gasgeräte sehr gut voran. Von rund 60000 Gasgeräten haben wir – wie geplant – über die Hälfte erhoben“, erklärt Christoph Hüls, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück, den aktuellen Stand bei der Erdgasumstellung. Zur Erinnerung: Der gesamte Nordwesten Deutschlands muss die Erdgassorte – von L- auf H-Gas – ändern, weil die Förderung von L-Gas insbesondere in den Niederlanden ausläuft. Osnabrück wird als eines der ersten großen Netzgebiete bereits in 2019 umgestellt. Bislang läuft die Umstellung laut Hüls nach Plan.

Die Erhebung der Gasgeräte sowie die Vorbereitungen für die Anpassung laufen dabei parallel. Die bereits erhobenen Daten werden in einem ersten Schritt mit einer speziellen Anpassungsdatenbank abgeglichen. „So sehen wir in der Regel, ob und welche Teile getauscht werden müssen, damit die Geräte die neue Gassorte effizient verbrennen können“, erklärt Heinz-Werner Hölscher, Geschäftsführer der SWO Netz, das Prozedere. Eine Herausforderung, denn: In Deutschland gibt es schätzungsweise rund 45.000 unterschiedliche Gasgeräte-Typen und die bundesweite Anpassungsdatenbank wird stetig mit neuen Daten gefüttert. Aber es gibt auch Geräte, die sich dort nicht auf Anhieb finden lassen, weil das Gerät schlichtweg noch nicht in der Datenbank steht oder auch, weil der Hersteller keine Ersatzteile mehr herstellt. „In einem nächsten Schritten recherchieren wir gründlich ob und inwieweit wir das jeweilige Gerät trotzdem für das H-Gas anpassen können“, betont Hölscher. „Erst, wenn feststeht, dass ein bestimmtes Gerät definitiv nicht angepasst werden kann, informieren wir schnellstmöglich die Besitzer. Aktuell haben wir noch kein Gasgerät als nicht-anpassbar deklariert.“

Für den Fall, dass ein Gerät doch ausgetauscht werden muss, hat der Gesetzgeber zwei Verordnungen zu Fördermöglichkeiten erlassen. „Unter welchen Bedingungen die Fördermöglichkeiten genutzt werden können, dazu beraten wir kompetent und umfassend“, so Christian Lüttkemöller, Projektleiter „Erdgasumstellung“ bei der SWO Netz. Der Stadtwerke-Chef ergänzt: „Ganz wichtig: Wir lassen sicher niemanden im Regen stehen und empfehlen jedem: Kommen Sie zu uns ins Servicezentrum am Nikolaiort und lassen Sie sich beraten.“ Gleichzeitig ruft Hüls auf: „Haben Sie Fragen, Anregungen, Lob oder Kritik zögern Sie nicht und sprechen Sie uns an.“ Das Feedback fließt wiederum in die bald startenden Vorbereitungen für die Anpassungsphase ein. „Denn nur gemeinsam mit den Osnabrückern kriegen wir ein so großes Infrastrukturprojekt gewuppt“, sagt Hüls.

Für Fragen zur Erdgasumstellung in Osnabrück steht die „Hi, Gas!“-Hotline von montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr zur Verfügung. Fragen via E-Mail können unter gasumstellung@swo-netz.de gestellt werden. Ausführliche Informationen gibt es auch im „Hi, Gas!“-Infoportal www. swo-netz.de/gasumstellung. Alle Informationen zum Thema Erdgasumstellung in Osnabrück sind mit dem „Hi, Gas!“-Logo gekennzeichnet. Dort finden sich auch Informationen zum Schutz gegen Trickbetrüger.


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