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Lkw ragen auf Radfurt „Konkrete Gefahr“: Stadt entfernt Radweg an Vitischanze

Die Stadt entfernt den Radweg zur Umfahrung der Vitischanze. Oftmals geraten Lkw beim Abbiegen auf den Radweg. Archivfoto: David EbenerDie Stadt entfernt den Radweg zur Umfahrung der Vitischanze. Oftmals geraten Lkw beim Abbiegen auf den Radweg. Archivfoto: David Ebener

Osnabrück. Die Stadt entfernt den Radweg zur Umfahrung der Vitischanze. Lkw ragen dort beim Rechtsabbiegen auf den Radweg. Zu gefährlich, meint die Stadt, und streicht den Radweg an der Stelle ersatzlos.

Der Stadt zufolge entschärft sie den Gefahrenpunkt an der Vitischanze durch die Entfernung des schmalen Radwegs. Sie habe Hinweise von Radfahrern erhalten, dass Lkw ihnen dort beim gemeinsamen Rechtsabbiegen gefährliche nahe kämen. Lkw würden dabei auf den mit einer weißen Linie abgetrennten Radweg ragen.

„Sicherheit faktisch nicht vorhanden“

Eine Lösung wäre der Stadt zufolge nur durch einen aufwendigen Umbau möglich. „Wenn hier eine konkrete Gefahr besteht, müssen wir schnellstmöglich reagieren“, wird Stadtbaurat Frank Otte in der Mitteilung zitiert. „Um Radfahrern durch die Furtmarkierung keine Sicherheit zu suggerieren, die faktisch nicht vorhanden ist, wird sie entfernt.“ Die Arbeiten sollen zeitnah erfolgen.

Umleitung für Radler

Die Stadt streicht den Radweg an der Vitischanze ersatzlos. Ein Schild soll Radfahrer nun über den Vitihof und die Hasestraße auf den Wall führen. Insbesondere Ortskundigen solle damit geholfen werden.

Widerspruch zu anderer Aussage?

Wie passt das zu Ottes Aussage, dass dem motorisierten Verkehr mehr Raum genommen werden muss – zugunsten der Radfahrer? „Das löst das Problem damit auf keinen Fall“, sagt der Stadtbaurat auf Nachfrage unserer Redaktion. Kurzfristig sei das aber die einzig mögliche Maßnahme für die Sicherheit der Radfahrer gewesen. Eine der beiden Fahrbahnen zu sperren, wäre politisch wohl kaum durchsetzbar, sagt Otte. „Wir arbeiten an einer besseren Lösung.“

Radfahrer im Mischverkehr bis zum Umbau

Mittelfristig soll der Abschnitt zwischen den Kreuzungen Hasestraße und Stüvestraße umgebaut werden. Bis dahin müssen sich Radfahrer die Straße nun mit dem Verkehr teilen, sofern sie die Umleitung übersehen oder nicht nutzen wollen. Otte weiß: „Das ist keine gute Lösung.“ Die planerische Gestaltung des Umbaus plant Otte der Politik im ersten Quartal des kommenden Jahres vorzustellen.

Ein Schild soll die Radfahrer nun über den Vitihof und die Hasestraße auf den Wall führen. Fotomontage: Stadt Osnabrück/Matthias Drees.


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