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21.11.2017, 16:36 Uhr KOMMENTAR

Porschefahrer hat jetzt 18 Monate Zeit zum Nachdenken

Kommentar von Dietmar Kröger

Symbolfoto: ColourboxSymbolfoto: Colourbox

Osnabrück. Eines vorweg: Was die Amtsrichterin in ihrem Urteil geahndet hat, ist das Verkehrsverhalten des 73 Jahre alten Porschefahrers. Die Auseinandersetzung mit den Polizeibeamten spielte in diesem Verfahren keine Rolle.

Mit einer 18-monatigen Führerscheinsperre und sechs Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, ist das Urteil deutlich ausgefallen. Jörg Oberhoff hat in den Augen des Gerichts mit seinem Verhalten gezeigt, dass er nicht geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen. Nun hat er 18 Monate Zeit, sich den Verkehr aus Sicht des Beifahrers oder des Fußgängers anzusehen.

Das Gericht dürfte in Fällen wie diesem auf eine Läuterung des Delinquenten während der Phase des Führerscheinentzugs hoffen. Es wäre dem Porschefahrer zu wünschen, dass auch er zur Besinnung findet, denn er muss erkennen, dass ein Gefährt wie sein Porsche bei unsachgemäßen Gebrauch zu einer tödlichen Waffe werden kann.

Bei einer Verfolgungsfahrt über 20 Kilometer gibt es auch nichts mehr daran zu deuteln, dass da jemand versucht hat, sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen. Insofern ist das Urteil mehr als verdient.


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