124 Schüler kreativ Präsentationstag der Osnabrücker Herbstakademie

Organisator Reinhardt Fulge vor den Schülern der Herbstakademie. Foto: Katja SteinkampOrganisator Reinhardt Fulge vor den Schülern der Herbstakademie. Foto: Katja Steinkamp

Osnabrück. Ein wenig Uniluft abseits des Stundenplans durften jetzt 124 Schüler bei der Herbstakademie schnuppern. Beim Präsentationstag im Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück zeigten sie, was sie in wenigen Wochen leisten auf die Beine gestellt hatten.

Die Herbstakademie ist eine Kooperation mit vier Gymnasien und vier Gastschulen der Region sowie mit Universität und Hochschule. Jedes Jahr werden besonders begabte oder motivierte Schüler von den beteiligten Schulen ausgesucht, die an den ausgeschriebenen Kursen teilnehmen können. Die Schüler wählen dann ein erstes und ein zweites Thema, für das sie sich bewerben möchten.

Zehnter Jahrgang zum ersten Mal dabei

„Eine Schule kann pro Kurs acht bis zehn Schüler aus den Jahrgängen zehn bis zwölf auswählen“, sagte Organisator Reinhardt Fulge. Ein zehnter Jahrgang sei zum ersten Mal dabei. Das sei aber nur noch in den nächsten zwei Jahren so. Ab 2020 seien es dann wieder Jahrgang elf bis dreizehn, da das Schulsystem wieder umgestellt worden sei. Diese Kurse wurden von den Schülern in den Herbstferien belegt und die verschiedenen Themen bearbeitet. „Nach der Kernphase hatten sie vier Wochen Zeit, die Präsentation vorzubereiten, um sie heute vorzustellen“, sagte Fulge.

Begabte und motivierte Schüler fördern

Das Ziel der Herbstakademie sei es, die Schüler zu fördern. In den Kursen seien Themen angeboten worden, die nicht auf dem Lehrplan der Schulen stünden, so Fulge. „Die Schüler sollen selbstständig arbeiten, aber auch ihre Teamfähigkeit verbessern“, sagte der Organisator. Aber nicht nur die Schüler profitieren von der Kursbelegung. „Die Kursleiter sind unter anderem Studenten. Eine nennenswerte Zahl davon sind auch angehende Lehrer.“ Für diese sei es eine tolle Übung, mit Schülern auf diese Weise zu arbeiten. „Es hat einen praktischen Nutzen und ist eine besondere Erfahrung“, weiß Fulge.

Präsentationen in Gruppen

Die Kurspräsentationen wurden auf zwei Räume aufgeteilt. „Jeder Kurs stellt sein Thema zwei Mal vor“, sagt der Organisator. Das habe den Vorteil, dass die Besucher jede Präsentation anhören könnten und auch die einzelnen Kursteilnehmer eine größere Chance hätten, ihr Thema selbst zu präsentieren, so Fulge. Nach dem Präsentationstag durften alle Schüler ein Feedbackzettel ausfüllen, der später von der Herbstakademie ausgewertet wird.

Jessika Schnall und Patricia Kainka besuchen die zwölfte Klasse des Gymnasiums Carolinum. „Ich fand es sehr gut, dass die Kurse auf zwei Räume aufgeteilt wurden“, sagte Schnall, die den Kurs Soziologie und Germanistik besuchte. „Es war während der Vorstellung überschaubar, und das nahm die Anspannung.“ Außerdem sei es abwechslungsreich gewesen, Themen zu bearbeiten, die nicht in der Schule besprochen wurden, sagte die Schülerin.

„In meinem Kurs haben wir auch außerhalb der Uni gearbeitet, das fand ich sehr gut“, sagte Kainka. Mit dem Geschichtskurs besuchte sie beispielsweise das Landesarchiv und machte eine Stadtführung durch Osnabrück. „Unser Thema war speziell auf Osnabrück bezogen. Das war sehr interessant.“ Kainka hat auch in der Schule Geschichte als Leistungskurs und habe es als gute Ergänzung zum normalen Fach empfunden. Auch für Jessika Schnall war es eine zukunftsorientierte Erfahrung: „Ich kann mir vorstellen, Germanistik zu studieren und habe jetzt einen Einblick in das Thema bekommen.“


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