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Erster Spatenstich Bau des Radschnellwegs Osnabrück-Belm hat begonnen

Von Wilfried Hinrichs


Osnabrück . Die ersten 510 Meter des künftigen Radschnellweges nach Belm sind in Arbeit. Stadtbaurat Frank Otte stieß gestern symbolisch den Spaten an der Schlachthofstraße in die Erde.

Der Schnellweg zwischen Osnabrück und Belm wird im Endausbau 6,4 km lang sein und 7,5 Millionen Euro kosten. Die Stadt geht davon aus, dass 90 Prozent der Kosten aus dem Klimaschutzprogramm gefördert werden. Stadtbaurat Frank Otte schätzt, dass die Verbindung nach Belm „in zwei bis drei Jahren durchgängig befahrbar“ sein wird. Der Baufortschritt hänge vom Zufluss der Fördergelder ab.

Es ist der erste Radweg in Niedersachsen, der nach den Richtlinien für Radschnellwege gebaut wird: vier Meter breit, beleuchtet, weitgehend kreuzungsfrei, Vorfahrt für Radler. Ziel ist es, vor allem Berufspendler zum Umsteigen zu motivieren. Nach einer Studie gibt es im Einzugsbereich des Schnellweges 16700 potenzielle Nutzer. Die Experten erwarten täglich 1700 Radler auf dem Schnellweg. Zur Kontrolle soll an der Strecke eine automatische Zählstelle eingerichtet werden, die die Zahl der Nutzer permanent anzeigt.

Die Beleuchtung sei wichtig, um Angsträume zu vermeiden, sagte Otte. In einigen Abschnitten sollen die Laternen mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden. „Das ist ein Experiment“, sagte Stadtbaurat Frank Otte. Allerdings: „Ich habe mir die Technik in Münster angeschaut, sehr überzeugend fand ich sie nicht.“

An der Schlachthofstraße wird der Radschnellweg durch die Allee geführt. Parallel dazu entsteht ein zwei Meter breiter Gehweg.

Der Radschnellweg ist ein gemeinsames Projekt von Stadt, Landkreis und Gemeinde Belm. Beteiligt ist auch der Kupferverarbeiter KME, der die Lkw-Anfahrt neu organisieren wird, um den Verkehr auf dem Radweg nicht zu beeinträchtigen.