Seit einem Monat im Einsatz Warum das Osnabrücker Hospiz nun auf ein E-Lastenrad setzt

Die Leitende Koordinatorin Beate Lahrmann vom Osnabrücker Hospiz kutschiert Detlef Dependahl in einem Elektro-Lastenrad über das Gelände des Hospizes in Osnabrück. Foto: David EbenerDie Leitende Koordinatorin Beate Lahrmann vom Osnabrücker Hospiz kutschiert Detlef Dependahl in einem Elektro-Lastenrad über das Gelände des Hospizes in Osnabrück. Foto: David Ebener

Osnabrück. Wozu braucht ein Hospiz ein Elektro-Lastenrad? Patienten damit in der kleinen Box zu transportieren, wäre nicht sonderlich würdevoll – selbst wenn das möglich wäre, sagt Mitarbeiterin Beate Lahrmann nicht ganz erst gemeint. Doch im Alltag bewähre sich das grüne Rad durchaus.

Mit dem Rad können die Hospizmitarbeiter Hilfsmittel wie Rollstühle, Matratzen und Toilettensitze transportieren. Diese Hilfsmittel verleiht das Hospiz kurzfristig, insbesondere an Wochenenden, wenn diese Materialen anderweitig nicht zu bekommen sind. „Das ist schon eine große Hilfe für die Familien“, sagt Beate Lahrmann, Leitende Koordinatorin der Hospiz-Pflegeberatung SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung). Zwar hatte das Hospiz erst im Jahr 2016 ein Auto gespendet bekommen, doch wiederholt äußerten Kollegen den Wunsch, ein Lastenrad zu haben, sagt Lahrmann. „Das ist schon eine Erleichterung, gut für die Umwelt, und wir sind damit schneller“, versichert sie.

„Parkplatzsituation ist eine Katastrophe“

Sperrige Gegenstände könnten die Mitarbeiter nun stets bis an die Haustür fahren – unabhängig von der Parkplatzsituation und auch in der Altstadt. „Wir sind viel in der Stadt unterwegs, und die Parkplatzsituation ist eine Katastrophe“, sagt Lahrmann. Nicht zuletzt sei das Rad gegenüber dem Auto gut für die Umwelt und das Klima. „Das Rad fährt auch schön leicht, nur der Wendekreis ist etwas gewöhnungsbedürftig“, sagt Lahrmann.

Komplett gespendet

5000 Euro kostet das Rad. Das Geld bekam das Hospiz von der NDR-Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“. Das Zubehör wie die Seitenwände im Wert von etwa 1300 Euro gab Detlef Dependahl vom Zweiradhaus Dependahl hinzu, das das Rad vor einem Monat geliefert hatte.

Der 250-Watt-Motor unterstützt den Fahrer etwa 50 Kilometer weit – je nach Unterstützungsgrad. Das Schalten erfolgt automatisch. Anstelle der Seitenwände kann eine abschließbare Kiste auf dem Rad angebracht werden.

Weitere Unterstützung von Dependahl

„Wir sind viel in der Stadt unterwegs, und die Parkplatzsituation ist eine Katastrophe“

Mit dem Rad kann Beate Lahrmann sogar einen Rollstuhl transportieren. Foto: David Ebener

Dependahl will das Hospiz zudem mit einer Wohltätigkeitsaktion unterstützen. Eine solche veranstalte er alljährlich zu Weihnachten. In diesem Jahr soll das Hospiz begünstigt werden. „Wir hoffen wieder auf eine fünfstellige Summe“, sagt Dependahl.


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