Aktion für weltweite Kinderrechte terre des hommes: Kinderwünsche von Osnabrücker Schülern


Osnabrück. Am Montag haben zehn Klassen aus vier Osnabrücker Schulen auf dem Markt vor der Marienkirche Fähnchen aufgehängt. Die Osnabrücker Arbeitsgruppe des Kinderhilfswerks terre des hommes hatte die Aktion zum Thema „Kinderrechte – Kinderwünsche“ veranstaltet.

Wer die nächsten Tage am Rathaus vorbeigeht, wird bunte Fähnchen vor der Marienkirche entdecken. Schüler der Anne-Frank-Schule, des EMA-Gymnasiums, der Möser-Realschule und der „Interkulturellen Lernwerkstatt“ in Osnabrück hatten sich in ihrem Unterricht mit dem Thema Kinderrechte auseinandergesetzt. „Sie gestalteten Fähnchen, auf denen sie ihre Wünsche für die Kinder und die Welt aufschrieben. Darüber steht der Name, damit der persönliche Wunsch zum Ausdruck kommt“, erklärte Heinz Wüppen von der terre-des-hommes-Arbeitsgruppe die Idee.

Aufgehängt vor der Marienkirche

Gemeinsam hängten Schüler, Lehrer und die Arbeitsgruppe von terre des hommes die Fähnchen vor der Marienkirche auf. „Wir hoffen, dass sie bis zum internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November hängen bleiben“, sagte Christa Sawhney von terre des hommes.

In erster Linie sei es darum gegangen, dass sich die Schüler mit dem Thema Kinderrechte befassen. „Sie sollten sich damit auseinandersetzen und sich fragen, was sie anderen Kindern auf der Welt wünschen“, sagte Wüppen. „Kinder sollen beschützt werden“, „Recht auf Spiel und Freizeit“ oder „Kindheit ohne Gewalt“ steht auf den bunten Fähnchen. „Nicht nur die Schüler, sondern auch alle anderen sollten sich mit dem Thema beschäftigen“, findet Wüppen. Deswegen seien die Fahnen auch auf dem Markt und damit an einem zentralen Ort der Stadt aufgehängt worden.

2300 Euro gesammelt

Hintergrund der Aktion ist das 50-jährige Bestehen von terre de hommes. Zu Beginn des Jubiläums wurde eine Challenge namens „Wie weit würdest du gehen“ ins Leben gerufen. Jeder kann sich daran beteiligen und sich eine Herausforderung überlegen, der er sich gerne stellen möchte. Mit der Lösung der selbst gestellten Aufgabe verunden ist immer ein Spendenaufruf für terre des hommes.

So funktionierte es auch bei der Osnabrücker Arbeitsgruppe des Kinderhilfswerks. „Wir haben von Schulen, Firmen und anderen Personen Geld gesammelt“, sagte Wüppen. „Wir hatten gesagt, wenn wir 2500 Euro zusammenbekommen, veranstalten wir diese Aktion der Kinderrechte mit Osnabrücker Schülern.“ Am Ende seien zwar nur 2300 Euro erzielt worden, die Aktion wurde aber trotzdem gestartet. „Von dem Geld ermöglichen wir, dass 42 Schüler zur Schule gehen können“, erklärte Wüppen.


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