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Fotoaufnahmen in Bramsche und Belm Der Wolf erreicht den Osnabrücker Speckgürtel

Der Wolf ist Jägern im Kalkrieser Moor in Bramsche in die Fotofalle getappt. Foto: Dirk HehemannDer Wolf ist Jägern im Kalkrieser Moor in Bramsche in die Fotofalle getappt. Foto: Dirk Hehemann

Osnabrück. Der Wolf hat den Osnabrücker Speckgürtel erreicht. Jäger haben im Kalkrieser Moor in Bramsche und in Belm-Icker Fotos von dem Raubtier gemacht. Kreisjägermeister Martin Meyer Lührmann berichtet, dass ein Wolf mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Ostercappeln-Schwagstorf einen Hirsch gerissen hat.

Das Damwild sei durch den für Wolfsrisse typischen Kehlbiss getötet worden. Gennachweise dafür stehen allerdings noch aus. Der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen, Raoul Reding, spricht angesichts der Bilder aus dem Kalkrie

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Wolfsreviere: In Deutschland leben Wölfe in der Regel in Rudeln von fünf bis zehn Tieren. Zwischen 150 und 350 Quadratkilometer beträgt die Reviergröße eines Rudels. Auf dem Speiseplan steht hauptsächlich Rehwild, gelegentlich auch Rot- und Schwarzwild. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass Wölfe Schafe oder sogar Rinder angreifen, wie im Raum Cuxhaven geschehen. Im Landkreis Osnabrück gibt es aber lediglich Einzeltiere und noch kein Rudel.

Verhalten II: In einem Flyer gibt der Landkreis Tipps, wie sich Menschen bei Kontakt mit Wölfen verhalten sollten. Hier ein Auszug: 1)„Geben Sie dem Wolf die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Es sind häufig junge Wölfe, die nicht unmittelbar flüchten werden, da sie sehr neugierig sind. 2) Sollte sich ein Wolf nähern, machen Sie Lärm oder bewerfen Sie ihn mit Gegenständen. 3) Ziehen Sie sich langsam zurück. Gehen Sie niemals aktiv auf die Wölfe zu.

Bedrohung: Die Gefahr, die von Wölfen ausgeht, ist statistisch gesehen geringer als die Gefährdung durch Hunde. Seit dem Zweiten Weltkrieg seien in Europa – einschließlich des europäischen Teils von Russland –fünf Menschen von tollwütigen Tieren getötet worden und fünf Menschen von gesunden Tieren, wie Wolfsberater Arndt Eggelmann betont.

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