Kampf der Lichtverschmutzung CDU, BOB und Grüne wollen nachts mehr Lampen ausknipsen

Von Wilfried Hinrichs

Archivfoto: Jörn MartensArchivfoto: Jörn Martens

Osnabrück. Nachts ist es zu hell in der Stadt: Dieser Ansicht sind die Fraktionen von CDU und BOB, die der zunehmenden Lichtverschmutzung den Kampf angesagt haben.

Union und Bund Osnabrücker Bürger (BOB) schlugen in der Ratssitzung am Dienstag vor, mit Firmen und Eigentümern von großen, nachts beleuchteten Flächen mit dem Ziel zu sprechen, das Licht auf ein Minimum zu reduzieren. Zwei Gründe nannte Verena Kämmerling (CDU): Grelle Beleuchtung fördere das Insektensterben und verbrauche unnötig viel Energie. Weltweit nehme die Lichtverschmutzung jährlich um sechs Prozent zu.

Heiko Panzer (SPD) unterstützte den Antrag inhaltlich, hält aber nichts davon, die ohnehin überlastete Verwaltung loszuschicken. Besser wäre es, eine Satzung zu erarbeiten.

Volker Bajus (Grüne) dankte der CDU für den Antrag, weil er grüner Politik entspreche. „Warum muss man mit Satzung kommen, statt zu handeln?“, fragte Bajus. „Das lässt sich doch einfacher machen. Einfach mit den Unternehmen reden“, so Bajus.

Thomas Thiele (FDP) mahnte, die Sicherheitsaspekte nicht zu vernachlässigen. Licht sei der beste Schutz gegen Übeltäter. Der Antrag wurde mit den Stimmen von CDU/BOB, dem Oberbürgermeister und den Grünen angenommen. Alle anderen Ratsmitglieder enthielten sich.