Mit dem Benz zur Berufsschule Metall-Innung Osnabrück spendiert Auto für „Azubi des Monats“

Azubi Malte Eschen (links) und sein Chef Hendrik Amelingmeyer freuten sich gemeinsam über die besondere Auszeichnung. Foto: Hermann PentermannAzubi Malte Eschen (links) und sein Chef Hendrik Amelingmeyer freuten sich gemeinsam über die besondere Auszeichnung. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück Für angehende Metallbauer und Feinwerkmechaniker hat sich die Metall-Innung Osnabrück eine besondere Auszeichnung ausgedacht: Die besten von ihnen werden zum „Azubi des Monats“ gekürt und bekommen für einen Monat ein Auto und einen reservierten Parkplatz an der Berufsschule zur Verfügung gestellt.

Malte Eschen, Azubi im zweiten Lehrjahr bei Amelingmeyer Metallbau in Osnabrück, durfte als erster ans Steuer. Er hatte die Zwischenprüfung als Zweitbester seines Jahrgangs absolviert. Der Erstplatzierte von Obermeyer Maschinenbau aus Hagen rückt im Dezember nach, da er zum Projektstart gerade im Urlaub war. 

„Bei der Wahl zum ‚Azubi des Monats‘ geht es aber nicht nur um Noten“, betonte Innungsreferent Steven Kerstan von der Kreishandwerkerschaft Osnabrück. Auch Teamgeist, soziales Engagement oder eine besonders hohe Motivation zählten. 

Den Wagen, eine Mercedes A Klasse, habe die Metall-Innung eigens für dieses Projekt angeschafft, berichtete der stellvertretende Obermeister Guido Venjakob. Das Projekt sei langfristig angelegt. Nicht nur als Motivation für die Auszubildenden, sondern auch als Werbemittel für das Metallbauer- und Feinwerkmechanikerhandwerk. „Facharbeitermangel ist kein neues Thema, besonders in Bereichen, in denen man sich dreckig macht. Deshalb wollen wir unbedingt etwas für unsere Ausbildungsberufe tun.“ 

Das Projekt habe man sich bei der Münchner Bau-Innung abgeguckt und weiter verbessert: „Anstelle eines Minis haben wir einen Mercedes für die Azubis, der mit dem Logo der Metall-Innung und dem Slogan ‚Azubi des Monats‘ beklebt ist“, bemerkte Kerstan. Außerdem bekomme der jeweilige „Azubi des Monats“ einen eigenen Parkplatz an der Berufsschule. 

Bis zu 3000 Kilometer dürfe jeder im Monat fahren, erklärte Prüfungsausschussvorsitzender Hartmut Jacobsen, der den Lehrlingen das Projekt zur besonderen Motivation vor ihrer schriftlichen Zwischenprüfung vorstellte. Spritgeld gebe es aber nur nach individueller Absprache mit dem Chef, antwortete er auf Nachfrage eines Prüflings. 

Azubi Malte Eschen, der sonst mit einem alten Renault Clio zur Arbeit fährt, zeigte sich begeistert von dem neuen Wagen. „Einige meiner Freunde wissen Bescheid, meine Mitschüler in der Berufsschule will ich damit überraschen.“ 

Neben dem Azubi-Wagen wirbt auch noch ein Osnabrücker Stadtbus mit dem Slogan „Das schweißt zusammen“ für das Metallbauer- und Feinwerkmechanikerhandwerk. Von all diesen Maßnahmen erhoffen sich die Initiatoren steigende Bewerberzahlen für die vielfältigen Ausbildungsberufe in der Metallbranche.


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