Piesberger Gesellschaftshaus Mundart-Chorfestival mit vielfältiger Stimmkunst

Auch beim Mundart-Festival zu erleben: Chor Viva la Musica. Foto: Thomas OsterfeldAuch beim Mundart-Festival zu erleben: Chor Viva la Musica. Foto: Thomas Osterfeld

cby Osnabrück. Vielfältige Stimmkunst brachte am Wochenende das zweitägige Mundart-Chorfestival auf die Bühne des Piesberger Gesellschaftshauses. Zu 21. mal präsentierten freie Chöre aus der Region ihr Repertoire.

Es ist schon ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl, welches das Chorfestival auszeichnet und sich bereits direkt zum Auftakt am Freitagabend einstellte. Insgesamt zehn Chöre bestritten an beiden Tagen das Programm. Den Anfang machten die „ Chorflakes “, die unter anderem ein arabisches Traditionell darboten und auch mit passenden Choreografien und einer Bauchtanzeinlage für Aufmerksamkeit sorgten.

Im wahrsten Sinne des Wortes „Verschmitzt“ trugen die Sängerinnen und Sänger des gleichnamigen Chores im Anschluss Ihre Stücke vor. Vor allem das gestenreich interpretierte „Ipanema“ sorgte beim Publikum für Begeisterung, denn der im breitesten Sächsisch vorgetragene Text kontrastierte vortrefflich mit der tropisch anmutenden Melodie. Der Aufforderung zum kollektiven Hüftschwung und Händeklatschen kam das Publikum umgehend nach und sorgte damit für einen ersten Festivalhöhepunkt, der mit Jubelrufen und rauschendem Applaus komplettiert wurde.

Besinnlichere Klänge

Besinnlichere Klänge mit Klavierbegleitung bot im Anschluss der Chor „ Cantabile “ unter der Leitung von Jan Elster, etwa mit dem Stück „Can`t help falling in love“ oder dem melancholischen schwedischen Volkslied „Vem kan segla“.

Richtig voll wurde es auf der Gesellschaftshaus-Bühne als die rund 45 Aktiven des Chors „ Pocodela Musica “ Aufstellung nahmen. Enorm kraftvoll und präzise präsentierten sie ihren Programmausschnitt, der an diesem Abend, neben bekannten Pop-Perlen, auch das Rennaissance-Stück „Bonjour mon coeur“ des französischen Komponisten Orlando di Lasso (1532-1594) umfasste. Ihre klangvolle Darbietung von David Bowie`s „Space Oddity“ und Pink`s Song „Try“ sorgte gleichermaßen für Gänsehaut und Begeisterung.

Der enge Kontakt zwischen Publikum und Chören prägte auch den zweiten Festivalabend, an dem unter anderem die Chöre „Viva la Musica“, New Spirit“ und „Vokal Fatal“ auftraten. Die Übersetzung von Hardrock a lá AC/DC`s Thunderstruck gelang dem 2009 gegründeten „Stimmt So“-Chor unter der Leitung von Barbara Dümmerling vortrefflich. Zum Festivalabschluss setzten die A-Capella-Choristen von „Grüner Bereich“ mit stimmungsvollen Rock- und Popklassikern ein letztes gesangliches Ausrufezeichen.


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