„Kultur für Alle Osnabrück“ Deutscher Bürgerpreis ehrt „Kukuk“-Initiative

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So sieht sie aus, die Auszeichnung des „Deutschen Bürgerpreises“. Foto: Max CiolekSo sieht sie aus, die Auszeichnung des „Deutschen Bürgerpreises“. Foto: Max Ciolek

Osnabrück. Die Osnabrücker Initiative „Kukuk – Kultur für Alle“ wurde vom „Deutschen Bürgerpreis“ unter die Top 10 gewählt. Damit setzt sich der Verein „Kaos e.V.“ gegen 1400 Mitbewerber durch.

Es ist ein Jahr der Auszeichnungen: Nachdem der Verein „Kultur für Alle Osnabrück“ für seine „Kukuk“-Initiative bereits im Sommer den Kulturpreis 2017 des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land verliehen bekommen hat, wird ihm nun eine weitere große Ehre zuteil: Der „Deutsche Bürgerpreis“ hat den Kaos e.V. für sein „herausragendes ehrenamtliches Engagement“ unter die Top 10 des Jahres 2017 gewählt. Schwerpunktthema dieses Jahres: „Vorausschauend engagiert: real, digital, kommunal.“ Bundesweit hatten sich in diesem Jahr insgesamt mehr als 1.400 Initiativen beworben.

Tag für Tag engagieren sich 31 Millionen Menschen freiwillig für das soziale und gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland. Um ihnen für ihren gemeinnützigen Einsatz Anerkennung und Dank auszusprechen, wurde 2003 der Deutsche Bürgerpreis von der Initiative „für mich. für uns. für alle.“ ins Leben gerufen. Sie ehrt jährlich herausragendes Engagement von Personen, Vereinen und Unternehmen in den Kategorien „U21“, „Alltagshelden“ und „Lebenswerk“.

Größter Ehrenamtspreis

Mit Sach- und Geldpreisen im Gesamtwert von rund 440.000 Euro ist die Auszeichnung Deutschlands größter Ehrenamtspreis. „Kultur für Alle Osnabrück“ gibt die „Kunst-und-Kultur-Unterstützungskarte“ heraus, mit der Menschen mit wenig Geld (Transferleistungsempfänger) Kulturveranstaltungen für 1 Euro (Kinder für 50 Cent) besuchen können. Die Resonanz bei den finanziell Bedürftigen ist beeindruckend: im fünften Jahr des Vereinsbestehens gibt es schon über 3.200 „Kukuk“-Besitzer, rund 2.000 einzelne Kulturbesuche mit der „Kukuk“ pro Jahr zeigen, wie wichtig kulturelles Erleben für diese Menschen und ihre soziale Integration ist. Mehr als 70 Veranstalter sind dabei, vom Theater über die Lagerhalle, mehrere Musikfestivals (z.B. das Euregio- und das Morgenland-Festival) bis hin zu den städtischen Museen. Seit 2016 ist die „Kukuk“ auch im Landkreis Osnabrück erhältlich.

Die Auszeichnung motiviert

„Diese Auszeichnung motiviert uns“, sagt Max Ciolek, Vorsitzender des Kaos e.V., „trotzdem wünschen wir uns für unser bisher rein ehrenamtliches Engagement manchmal hauptamtliche Unterstützung!“ Ein erster kleiner Schritt könnte die Einstellung eines/einer Freiwilligenkoordinators/in sein, die/der ab Januar das Projekt „Osnabrücker Kulturlotsen“ betreuen soll. „Nach und nach möchten wir unseren Einsatz für kulturelle und soziale Teilhabe weiter professionalisieren“.


Weitere Informationen sowie die Stellenausschreibung unter www.kukuk.de.

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