Städtepartnerschaft in Kunst Künstler aus Bielefeld und Osnabrück kooperieren

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Stellen zusammen aus: Frank Gillich, Lucie Marsmann, Monika Witte und Angelika Höger (von links). Foto: Jörn MartensStellen zusammen aus: Frank Gillich, Lucie Marsmann, Monika Witte und Angelika Höger (von links). Foto: Jörn Martens

Osbnabrück. Im Ausstellungsraum hase 29 und im Ruller Haus zeigen 16 Künstler aus Bielefeld und Osnabrück, was sie gemeinsam haben und was sie trennt. Der Zyklus in Osnabrück ist in vier Blöcke aufgeteilt.

Vorn flimmern die Bildschirme, zeigen Bilder von unförmigen Materiehaufen, die ein Eigenleben entwickeln, derweil im hinteren Teil des Raumes die Zeit still zu stehen scheint: Hier sieht man auf den ersten Blick nur schwarz.

Es ist auf den ersten Blick erkennbar: Höchst unterschiedliche künstlerische Positionen sind zurzeit im Ausstellungsraum Hase 29 zu entdecken. „Es ist das erste Mal, dass wir von der „Gesellschaft für zeitgenössische Kunst“, die die Galerie betreibt, eine Ausstellung nicht selbst konzipiert haben“, sagt Elisabeth Lumme vom Vorstand. Stattdessen hat man die Verantwortung für die Schau insgesamt aus der Hand gegeben. TOP.OS, der Osnabrücker „Verein für Neue Kunst“, ist jetzt zuständig. „Wir hatten die Idee, eine Art Städteaustausch zu organisieren“, erklärt Frank Gillich von TOP.OS. Also nahmen die Osnabrücker Künstler Kontakt zu der Bielefelder Künstlerinitiative Artists Unlimited auf, die partiell schon mit Osnabrück zusammen gearbeitet hat.

„Wir haben die Sache ganz demokratisch aufgebaut: Die 16 teilnehmenden Künstler aus Bielefeld und Osnabrück haben sich zusammen gesetzt und gemeinsam überlegt, wie man das Ausstellungsprojekt ohne Kurator organisieren könnte“, so Gillich.

Heraus gekommen ist „BIOS“, eine fünfteilige Kunstschau in Hase 29 und im Ruller Haus. Vier Zeitfenster teilen sich jeweils drei bis fünf Künstler im Osnabrücker Ausstellungsraum, derweil im Ruller Haus ab dem 28. Oktober „Von jedem ein Stück“ gezeigt wird. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen Überblick mit einem Werk von jedem Teilnehmer. Langfristig soll das Ganze in Bielefeld wiederholt werden.

In Hase 29 teilen sich Angelika Höger & Lucie Marsmann aus Bielefeld zusammen mit den Osnabrückern Monika Witte und Frank Gillich den ersten Block. Medienkunst trifft auf Malerei und Skulptur. Und es finden sich Anknüpfungspunkte. Während Höger & Marsmann in ihrem „Institut für pulsare Phoneidoskopie“ mithilfe intelligenter Knete scheinbar lebende Gebilde entwarfen, deren Bewegungsabläufe sie dokumentierten, erinnern Gillichs Schwarzmalerei und seine pastellfarbenen Objekte am Boden entfernt an die amorphen Strukturen der Bielefelderinnen.

Mit der Unendlichkeit und der Vergänglichkeit beschäftigt sich Monika Witte in ihren Bildern, die von einer Videocollage dominiert werden. Zum monotonen Herzschlag fährt der Blick über Landschaften, über Himmel und Meer, die Gedanken schweifen ab, werden philosophisch.

Nicht nur die vier Künstler, die jetzt in Hase 29 den Ausstellungsreigen eröffnen, sondern alle 16 Projektteilnehmer haben eine Arbeit von sich selbst ausgewählt, die sie ab Samstag in einer Art Übersicht im Ruller Haus ausstellen werden.


hase 29 (Hasestraße 29): „BIOS“ - 16 Künstler aus Bielefeld und Osnabrück stellen aus. Bis 28. Januar 2018. Erster Block mit Angelika Höger, Lucie Marsmann, Monika Witte und Frank Gillich bis 5. November. Di., Mi., Fr. und Sa. 14-18 Uhr, Do. 16-20 Uhr, Eintritt frei.

Ruller Haus: „BIOS - Von jedem ein Stück“. Gemeinschaftsausstellung von 16 BIOS-Künstlern: 28. Okt. bis 28 Januar. Zu den üblichen Zeiten, info unter www.rullerhaus.de.

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