Apokalyptiker und Komiker Dietmar Wischmeyer am Samstag in der Osnabrückhalle

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Kein Endzeit-Mahl kredenzt Dietmar Wischmeyer am Samstag in Osnabrück, sondern „ein Sittenbild der Gegenwart als wohligen Grusel“. Foto: Gaby GersterKein Endzeit-Mahl kredenzt Dietmar Wischmeyer am Samstag in Osnabrück, sondern „ein Sittenbild der Gegenwart als wohligen Grusel“. Foto: Gaby Gerster

Osnabrück. Das Ende ist nah. Das sagen nicht nur Verschwörungstheoretiker und Apokalyptiker, sondern auch Komiker Dietmar Wischmeyer. Am Samstag, 28. Oktober, zeigt er in der Osnabrückhalle sein neues Programm „Vorspeise zum Jüngsten Gericht“.

Günter der Treckerfahrer, Willie Deutschmann, Frieda und Anneliese, die Arschkrampen und Der kleine Tierfreund - dies alles sind Formate, die sich Dietmar Wischmeyer ausgedacht hat. Gelaufen sind sie beim Frühstyxradio. Heute ist der 1957 in Melle-Oberholsten geborene Komiker vor allem durch seine Auftritte bei der Satire-Sendung „heute-show“ bekannt.

Die Art der Satire, die Wischmeyer zubereitet, ist vor allem ätzend. So kanalisiert er seine Wut, sagte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. „Sonst würde ich mit der Kettensäge durch die Fußgängerzone laufen.“ Die Quelle seines Humors sei seine Aufregung über die Globalisierung, über die Digitalisierung, Technisierung, Robotisierung, über Leben auf dem Dorf, TV-Produktionen, über Wohnmaschinen, Carsharing, über die Sprache, über Schweigeminuten und viele andere Dinge. Dabei liegt es Wischmeyer fern, den Zeigefinger zu erheben und zu moralisieren. Seine Auffassung von Kabarett ist eine grundsätzlich andere: „Satire ist - wie jegliche Art von Humor und Witz - immer eine Verächtlichmachung, es ist eine Bloßstellung“, sagte er in dem Deutschlandfunk-Interview weiter.

An all den benannten Punkten arbeitet sich Wischmeyer in „Vorspeise zum Jüngsten Gericht“ ab. Und weil wir das Jahr 2017 schreiben, habe er auch einen Beitrag zum Lutherjahr im Programm, notierte die Kreiszeitung bei seinem Auftritt bei der „Zeltmission“ in Hüde im August. Dietmar Wischmeyer beschrieb dabei, wie eine protestantische Pastorin gegen die Leere in ihrer Kirche kämpft: Mit Treue-Punkten für Besucher und mit freiem Wlan („Gott-Spot“).

Dietmar Wischmeyer, Osnabrückhalle, Osnabrück, Sa., 28. 10., 20 Uhr, Eintritt: 24 bis 28 Euro. Tickets erhältlich in den Geschäftsstellen der Tageszeitung oder unter Kartentelefon: 0541/349024.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN