Urban statt mediterran Die L+T-Markthalle erhält ein neues Gesicht

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Die Markthalle des Modehauses L+T soll neu gestaltet werden. Foto: Swaantje Hehmann/ArchivDie Markthalle des Modehauses L+T soll neu gestaltet werden. Foto: Swaantje Hehmann/Archiv

Osnabrück. Zehn Jahre nach ihrer Eröffnung erhält die L+T-Markthalle ein neues Gesicht. Der Umbau soll in mehreren Abschnitten während des (weitgehend) laufenden Betriebs erfolgen, der erste Abschnitt soll bereits im März fertiggestellt sein.

Noch vermittelt die Markthalle des Modehauses mit ihren bunt gemalten Häusern und dem blauen Himmel mediterranes Flair. Doch ab kommendem Jahr soll sie mehr Markthallencharakter erhalten: Die roten, gelben und grünen Häuser sollen Platz machen für Industrie-Flair, Holz und moderne Palettenmöbel. Urban soll die Markthalle ab 2018 werden, aber auch grün.

Bereits vor zwei Jahren begannen L+T-Geschäftsführer Mark Rauschen und Rogee Wildung, Leiter der Gastronomie bei L+T, an dem Konzept zu arbeiten. Wildung besuchte hierfür Markthallen in ganz Europa und berichtete seinem Chef anschließend begeistert von Käsetheken in Amsterdam und schwärmte von der Atmosphäre in den Hallen der großen Metropolen. Und so wird sich nicht nur die Optik der Markthalle wandeln – auch das Sortiment wird an das neue Konzept angepasst. (Weiterlesen: So sieht es auf der L+T-Baustelle aus)

Foodtruck und neues Restaurant

„2007 haben wir die L+T-Markthalle eröffnet, und sie wurde auch schnell gut angenommen. Doch der Bedarf hat sich mit der Zeit verändert“, sagt Rauschen. Feinkost sei in der Innenstadt „schwer abzubilden“. Der Fokus werde daher künftig auf der Gastronomie liegen. So wird es in der neu gestalteten Markthalle nicht mehr die Wurst- und Fleischtheke von Dieter Hein geben, und auch die Confiserie Hussel wird sich – nach dem für die Süßwaren-Branche wichtigen Weihnachts- und Ostergeschäft – verabschieden. Ebenfalls ausziehen wird das Flammkuchen-Restaurant „Le Feu“, dem das wichtige Abendgeschäft in der Markthalle fehlte. Und auch „Brörmann – der Feinschmecker“ wird sich künftig auf seine Hausmannskost konzentrieren und keine Antipasti mehr zum Verkauf anbieten.

Die übrigen Betreiber bleiben der Markthalle weiter erhalten, es kommen sogar neue hinzu. Bald können Kunden hier wieder Crêpes kaufen – allerdings nicht an einem Stand, sondern bei einem Foodtruck, der im Eingangsbereich stehen soll. Und auch ein Restaurant soll es bald wieder geben, nachdem vor gut zwei Jahren das italienische Restaurant „L‘italiano“ ausgezogen war und Platz für das neue Sporthaus gemacht hat. Was es mit dem neuen Restaurant auf sich hat, darf Mark Rauschen allerdings noch nicht verraten – die letzten Unterschriften fehlen noch.

Umbau bei laufendem Betrieb

Eine Herausforderung werde sicherlich der Umbau sein, meint der L+T-Chef. Um allen hygienischen Standards gerecht zu werden, müssten im Januar vermutlich manche Bereiche schließen, die gesamte Markthalle soll während der Bauarbeiten jedoch nicht geschlossen werden. Pünktlich zur Eröffnung des Sporthauses soll der erste Teil der Markthalle modernisiert sein, auch das neue Restaurant soll bereits dann öffnen. Im Sommer und Herbst folgt dann die Neugestaltung der übrigen Bereiche.


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