zuletzt aktualisiert vor

Von Lkw überfahren Unfall in Hellern: Getötete Radfahrerin identifiziert

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Die Radfahrerin, die am Montag bei einem Unfall in Hellern getötet wurde, ist identifiziert. Auch die Unfallursache ist geklärt. Die Grünen fordern unterdessen Konsequenzen für den Lkw-Verkehr.

Die 71-jährige Frau war gegen 11.25 Uhr an der Kreuzung Lengericher Landstraße/An der Blankenburg von einem Lkw angefahren worden.

Wie die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion am Dienstag mitteilte, hatte der Lkw-Fahrer die Radfahrerin übersehen, als er an der Kreuzung Lengericher Landstraße nach rechts in die Straße An der Blankenburg abbiegen wollte. Die Radfahrerin erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Sie konnte erst einige Stunden später identifiziert werden.

Zunächst war der Unfallhergang unklar, laut Polizei hatten sich die Aussagen verschiedener Zeugen widersprochen. Die Ermittler beschlagnahmten den Lkw, der einer Gütersloher Spedition gehört.

An der Unfallstelle und im benachbarten Baustellenbereich kam es als Folge des Unfalls zeitweise zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Bereich der Lengericher Landstraße und An der Blankenburg in dem am Tag zuvor eine 71 Jahre alte Radfahrerin von einem LKW überfahren wurde. Foto: Michael Gründel

Konsequenzen gefordert

Die Ratsfraktion der Grünen fordert in einer Pressemitteilung nun Konsequenzen. „Wir haben einfach zu viel Lkw-Verkehr mitten in der Stadt. Es muss doch möglich sein, auch in einer Stadt mit vielen ansässigen Speditionen den Lkw-Verkehr zu reduzieren“, zitieren die Grünen ihren Fraktionsvorsitzenden, Michael Hagedorn.

Er forderte, Stadtdurchquerungen müssten für Speditionen tabu sein. Grundsätzlich müsse der schnellste Weg zur Autobahn genommen werden. Hagedorn befeuert damit eine immer wiederkehrende Diskussion. Unter anderem rechtliche Gründe sprechen aber gegen ein entsprechendes Fahrverbot.

Verkehrsführung prüfen

Zudem forderte der verkehrspolitische Sprecher der grünen Ratsfraktion, Michael Kopatz, die Verwaltung müsse prüfen, ob die Kreuzungssituation an der Unfallstelle entschärft werden könne.

Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt, sagte auf Anfrage unserer Redaktion, die Verkehrsführung an der Unfallstelle werde noch einmal geprüft. „Die Frage ist aber, ob es überhaupt möglich ist, die Situation dort sicherer zu machen, oder hat der Lkw-Fahrer die Frau tragischerweise übersehen, obwohl die Situation übersichtlich war.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN