Landtagswahl 2017 Desaströses Ergebnis der AfD in der Region Osnabrück

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AfD am Boden: Kein AfD-Kandidat aus der Region schafft es in den Landtag. Die Rechtspopulisten blieben in den sechs Wahlkreisen der Region Osnabrück unter fünf Prozent. Archivfoto: Michael GründelAfD am Boden: Kein AfD-Kandidat aus der Region schafft es in den Landtag. Die Rechtspopulisten blieben in den sechs Wahlkreisen der Region Osnabrück unter fünf Prozent. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Kein AfD-Kandidat aus der Region Osnabrück hat es in den Landtag geschafft. Die Rechtspopulisten kamen in den vier Wahlkreisen im Landkreis insgesamt auf nur 4,33 Prozent. Im Wahlkreis Osnabrück-West kam die AfD lediglich auf 4,07 Prozent und in Osnabrück-Ost auf 4,34 Prozent.

AfD-Sprecher Hartwig Knoops bezeichnete das Ergebnis der Rechtspopulisten in der Region als „desaströs“ und konstatierte: „Osnabrück ist ein schweres Pflaster für uns. Der erhebliche mediale Gegenwind ist dafür sicherlich mitverantwortlich.“ Knoops sagte, dass die Mitglieder beim außerordentlichen AfD-Kreisparteitag am Donnerstag darüber entscheiden sollen, ob auf Kreisebene Konsequenzen gezogen werden müssen.

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„AfD-Rechtsaußen Björn Höcke mitverantwortlich für schlechtes Ergebnis“

Für den aussichtsreichsten Kandidaten Christopher Jahn aus Osnabrück hat Listenplatz 13 nicht gereicht. Bei der AfD-Wahlparty in Barsinghausen bei Hannover zeigte er sich auf telefonische Anfrage unserer Redaktion enttäuscht: „Wir hätten uns mehr erhofft. Bei neun bis zehn Prozentpunkten hätte es für mich wohl gereicht.“

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Es habe sich wohl negativ ausgewirkt, dass AfD-Rechtsaußen Björn Höcke in den Vorstand der Bundespartei will. Mitverantwortlich machte Jahn auch Frauke Petrys Rückzug aus der AfD-Bundestagsfraktion. Kritisch äußerte sich Jahn auch zum zerstrittenen AfD-Kreisverband Osnabrück: “Es fehlt uns an Gemeinschaftsgefüge. Diese Gruppenbildung innerhalb des Kreisverbands hat uns einiges an Potenzial gekostet.“

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„Beim Kreisparteitag am Donnerstag werden wir darüber sprechen“

Der AfD-Kreisverbandschef Daniel Wolf zeigte sich auf nicht zufrieden mit dem Abschneiden, wollte das noch schlechtere AfD-Ergebnis in der Region als auf Landesebene (6 Prozent) aber nicht kommentieren: „Über das Thema werden wir beim Kreisparteitag am Donnerstag sicherlich sprechen.“

„Der Landesverband muss sicherlich Konsequenzen ziehen“

AfD-Sprecher Knoops kommentierte das schwache Landesergebnis: „Das sind nicht nicht mal halb so viele Prozentpunkte wie bei der Bundestagswahl. Ich hätte eigentlich mit 9 Prozent gerechnet. Dieses Ergebnis steht sicherlich mit der Zerrissenheit des Landesverbandes in Verbindung.“ Knoops sagte: „Im Landesverband müssen für ein solches Ergebnis sicherlich Konsequenzen gezogen werden.“ Eine Wahlparty feierte die AfD in der Region Osnabrück nicht. Den Rechtspopulisten war Sonntagabend ohnehin nicht zum Feiern zumute.


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