Minister Christian Meyer in Osnabrück Kurzweilige Einführung in die Landwirtschaft

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Gemeinsam für die Fortsetzung einer grünen Agrarpolitik in Niedersachsen (v.l.): Daniela Saalfeld, Christian Meyer und Volker Bajus. Foto: David EbenerGemeinsam für die Fortsetzung einer grünen Agrarpolitik in Niedersachsen (v.l.): Daniela Saalfeld, Christian Meyer und Volker Bajus. Foto: David Ebener

Osnabrück. Die Grünen wollen die Sau rauslassen, und das ist wörtlich zu nehmen, denn wie ihr niedersächsischer Landwirtschaftminister Christian Meyer in der Lagerhalle erläuterte, ist es um das Wohl der Tiere vor allem in viel zu engen Abferkelboxen nicht gerade zum Besten bestellt. Verbesserungen tun hier nach seinen Worten dringend Not.

Meyer war auf Einladung der Osnabrücker Landtagskandidaten Daniela Saalfeld (Wahlkreis Osnabrück-Ost) und Volker Bajus (Wahlkreis Osnabrück-West) in die Lagerhalle gekommen, um natürlich vorrangig das zu tun, was Politiker in Wahlkampfzeiten tun müssen, nämlich die Erfolge der eigenen Politik herauszustellen. Dabei allein aber blieb es nicht. Meyers Kurzvortrag hätte durchaus einer Erstsemesterveranstaltung für heranwachsende Agraringenieure zur Ehre gereicht. Die Themenpalette reichte von den schon erwähnten Säuen über das Thema Glyphosat bis hin zur Entwicklung des ländlichen Raumes und der Förderung von Start-up-Unternehmen ebenda.

Dass der Mann in Jackett und Pullunder trotz nicht zu verleugnender Erkältung seine Ansprache an das landwirtschaftlich interessierte Publikum durchaus mit der einen oder anderen Pointe zu würzen wusste, wurde dabei mit Beifall bedacht.

Zu den Erfolgen niedersächsischer Agrarpolitik zählte Meier unter anderem die Durchsetzung strengeren Tierschutzes in der Nutztierhaltung (Verzicht auf das Beschneiden der Schnäbel bei Legehühnern und das Kappen von Schweineschwänzen), den verminderten Eintrag von Nitraten in das Grundwasser, schärfere Kontrollen bei genmanipulierten Futtermitteln, den Rückgang beim Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft und so einiges andere mehr. „Wir kaufen den teuersten Grill und legen dann das billigste Fleisch drauf“, sprach sich Meier gegen die Billigmentalität im Lebensmittelbereich aus.

Der in Niedersachsen eingeschlagene Weg werde von den Landwirten in vielen Bereichen akzeptiert. Er wolle diesen Weg weitergehen, betonte Meier und trat damit Gerüchten entgegen, seine Abwanderung in den Bund stehe kurz bevor. Er wolle an der Seite von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) weiter grüne Agrarpolitik in Niedersachsen machen. Die Grünen im Saal werden es gerne gehört haben, allen voran Saalfeld und Bajus,


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN