Investition in Osnabrück Neubau am Neumarkt: Aus Sportarena wird ein Hotel

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Die Sportarena geht, ein Hotel der Cetro-Gruppe folgt. Foto: Jörn MartensDie Sportarena geht, ein Hotel der Cetro-Gruppe folgt. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Das Sportarena-Haus am Neumarkt in Osnabrück wird abgerissen und durch einen Hotel-Neubau mit zwei Restaurants ersetzt. Das teilte Bauherr Theodor Bergmann am Montag mit.

Immobilienkaufmann Theodor Bergmann hat große Pläne mit dem Eckgrundstück zwischen Hase und Neumarkt. Der bisherige Mieter Sportarena wird das Haus Ende Februar 2018 räumen. Voraussichtlich ab Herbst kommenden Jahres wird das siebenstöckige Gebäude dann bis auf das Erdgeschoss abgerissen. Einzelhandel hat an diesem Standort ausgedient. Hauptmieter des künftigen Neubaus wird die Hotelkette Centro mit Haupsitz in Hamburg sein. Centro betreibt aktuell 62 Hotels mit über 6000 Zimmern in Deutschland und Österreich. Das Unternehmen rechnet sich selbst zu den „am schnellsten wachsenden Hotelanbietern im Mittelklasse-Segment“. In den vergangenen fünf Jahren sei es gelungen, die Centro Hotels in ganz Deutschland und Österreich als citynahe Hotelmarke zu positionieren, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Bis 2020 soll das Standortnetz in Deutschland und Europa noch erheblich ausgebaut werden. Osnabrück ist eine Station auf diesem steilen Wachstumspfad.

„NinetyNine“ mit 130 Zimmern

Am Neumarkt in Osnabrück will die Centro-Gruppe ein Haus unter dem neuen Markennamen „NinetyNine“ mit 130 Zimmern in der Zwei-Sterne-Kategorie betreiben. „Niveau und Ausstattung entsprechen schon eher dem Drei-Sterne-Standard“, sagt Theodor Bergmann. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage mit 25 Stellplätzen vorgesehen. Der Mietvertrag, der in der vergangenen Woche während der Immobilienmesse Expo Real in München unterzeichnet worden ist, hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Der Neubau soll 2020 bezugsfertig sein.

Zwei Mal Gastronomie

Wichtiger Bestandteil des Hotel-Konzeptes an dieser Stelle sind zwei Gastronomie-Angebote im Erdgeschoss. Namen will Bergmann noch nicht nennen, weil die Mietverträge noch nicht unter Dach und Fach sind. Interesse hat ein Anbieter mit einem „ökologisch-biologischen Anspruch“, wie Bergmann sagt. Den Gastro-Schwerpunkt im neuen Haus werde eine Ganztagesgastronomie bilden, die vom Frühstück am Morgen über den Mittagstisch bis zum Dinner am Abend und Cocktailbar alles aufbietet. Darüber hinaus wird das Centro-Hotel im ersten Obergeschoss eine eigene kleine Gastronomie haben.

Bedarf für ein weiteres Hotel?

Noch ein Hotel in Osnabrück? Bergmann ist sich sicher, dass die Stadt einen weiteren Beherbergungsbetrieb gerade in Citynähe braucht. „Wir haben das durch Gutachten feststellen lassen“, versichert der Immobilienkaufmann, „so etwas macht man nicht einfach ins Blaue hinein.“ Seit 2015 sind in Osnabrück mit dem Arcona Living an der Osnabrück-Halle (108 Zimmer) und dem B&B-Haus auf der Ostseite des Bahnhofs (100 Zimmer) zwei neue Hotels an den Markt gegangen. Am Alando Palais ist ein Holiday Inn (158 Zimmer) gerade im Bau.

Den Hotel-Neubau wird eine von Bergmanns Immobiliengesellschaften errichten. Der Immobilienkaufmann hat sich gegenüber der Stadt verpflichtet, einen Gestaltungswettbewerb für die Fassade auszuschreiben. Der Wettbewerb werde jetzt umgehend ausgelobt, so Bergmann. Er geht davon aus, dass ein Preisgericht im Frühjahr kommenden Jahres eine Entscheidung trifft und im Herbst mit dem Bau begonnen werden kann.

Die Immobilie steht an einer städtebaulich exponierten Stelle. Sie wird das Gegenstück zum futuristisch-schiefen Hasehaus, dem unter Denkmalschutz stehenden Landgericht, dem geplanten Zauberwürfel vor dem Neumarkt-Carrée und dem angedachten Einkaufszentrum an der Ecke Johannisstraße bilden.

Das Centro-Hotel füge sich sehr gut in die gesamte Neumarkt-Planung ein, so Bergmann weiter. „Das Hotel und die Gastronomie werden zusätzliche Frequenz schaffen.“ Er äußerte sich „sehr froh“, dass der Neumarkt nun „hoffentlich und endgültig“ autofrei werde. Wörtlich teilte Bergmann am Montag mit: „Die Vermietung wurde überraschend kurzfristig vollzogen und sehr durch den Umstand gefördert, dass der Rat der Stadt Osnabrück die konsequente Verkehrsberuhigung des Neumarktes beschlossen hat.“

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