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Mietpreisspiegel 2017/2018 Das kosten Wohnungen in Osnabrück

Von Jörg Sanders

Die Stadt hat ihren neuen Mietpreisspiegel veröffentlicht. Durchschnittlich 6,79 Euro kostet der Quadratmeter in Osnabrück.  Foto: Michael GründelDie Stadt hat ihren neuen Mietpreisspiegel veröffentlicht. Durchschnittlich 6,79 Euro kostet der Quadratmeter in Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück hat ihren Mietpreisspiegel 2017/2018 veröffentlicht. Generell gilt: Je größer und älter eine Wohnung, desto günstiger der Quadratmeterpreis.

Groß und alt = günstig

So zahlen Mieter in vor 1965 fertiggestellten Wohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern Grundfläche mit 5,05 Euro den geringsten Quadratmeterpreis.

8,90 Euro kostet hingegen der Quadratmeter in Wohnungen bis 40 Quadratmeter, die nach 2010 fertiggestellt wurden. Diese Größenkategorie ist zugleich die einzige, in der mehr als acht Euro pro Quadratmeter fällig werden – im Mittel 8,04 Euro.

Bei Wohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern sind es vergleichbar geringe 6,09 Euro, wie aus aktuellen Zahlen der Stadt hervorgeht.

25 bis 47 Cent mehr

Die Nettopreismieten je Quadratmeter variieren je nach Wohnungsgröße stark. Lagen die Preise des vergangenen Mietpreisespiegels 20165/2016 bei 4,70 bis 8,40 Euro, sind es nun 5,17 bis 8,90 Euro. In der Summe aller Wohnungsgrößen und Fertigstellungsjahre liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Stadtgebiet bei 6,79 Euro.

Fast überall Preissteigerungen

In keiner Größen- und Alterskategorie sanken die Quadratmeterpreise im Vergleich zum Mietpreisspiegel 2015/2016. Wer nun aber zumindest nicht mehr zahlen möchte als den durchschnittlichen Preis des vergangenen Mietpreisspiegels, dem bleibt nur eine Option: eine Wohnung mit 81 bis 100 Quadratmetern, die zwischen 1990 und 1999 fertiggestellt wurde. Nur in dieser Kategorie blieb der Preis mit 6,48 Euro konstant.

34,4 Cent im Mittel mehr

Im Mittel stiegen die Nettopreismieten um 34,4 Cent. Am größten war die Steigerung bei Wohnungen aller Altersklassen bis 40 Quadratmeter. In dieser Kategorie stiegen die Quadratmeterpreise um 47 Cent. Mit 24,9 Cent verteuerten sich Wohnungen mit 81 bis 100 Quadratmetern am geringsten. Die größte Steigerung beträgt 65 Cent bei Wohnungen bis 40 Quadratmeter, die zwischen 1980 und 1989 fertiggestellt wurden.

Der Mietpreisspiegel 2017/2018 gibt die üblichen und durchschnittlichen Nettokaltmieten je Quadratmeter an und unterscheidet nach Wohnungsgrößen und Alter. Er basiert auf den Ergebnissen der Angebotsmieten sowie den erfassten Bestandsdaten von Mietern und Vermietern aus den Jahren 2013 bis 2016. Um auch Letztere einfließen lassen zu können, hatte die Stadt einen Fragebogen ins Internet gestellt. Im April hatte die Stadt angekündigt, ihren Mietpreisspiegel zu aktualisieren. Der vergangene Mietpreisspiegel basierte auf Daten aus den Jahren 2011 bis 2014.


Der Mietpreisspiegel

Der Spiegel gibt die üblichen Mietpreise für nicht preisgebundene und unmöblierte Wohnungen an. Er unterscheidet nach Wohnungsgrößen und Alter der Wohnungen und ist eine Orientierungshilfe für Mieter und Vermieter.

Zwei Drittel der tatsächlichen ortsüblichen Mieten befinden sich der Stadt zufolge innerhalb einer Bandbreite von plus oder minus 15 Prozent um die durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete.

Berücksichtigt wurden voll Grundflächen mit mindestens zwei Metern Höhe, zur Hälfte Fläche mit mindestens einem Meter Höhe sowie unbeheizbare Wintergärten und Schwimmbäder und zu einem Viertel Balkone, Loggias, Dachgärten und Terrassen.

Nicht in den Preisangaben enthalten sind: Instandhaltungs-, Betriebs- und Nebenkosten. Es sind Nettokaltmieten für Wohnungen mit üblichem Modernisierungsstandard.

Beim Mietpreisspiegel mitgewirkt haben der Verein Haus und Grund Osnabrück, der Mieterverein für Osnabrück und Umgebung sowie der Immobilienverband Deutschland Nord West.