Sichtschutz inklusive Stauffenberg-Gymnasium Osnabrück bekommt neue Turnhalle

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So wird die neue Sporthalle des GSG mit breiter Freitreppe aussehen. Im unteren Fensterbereich soll es einen Sichtschutz geben. Visualisierung: Architektenbüro BKS Architekten Krauß, Stanczus, Schurbohm und PartnerSo wird die neue Sporthalle des GSG mit breiter Freitreppe aussehen. Im unteren Fensterbereich soll es einen Sichtschutz geben. Visualisierung: Architektenbüro BKS Architekten Krauß, Stanczus, Schurbohm und Partner

Osnabrück. Am Osnabrücker Graf-Stauffenberg-Gymnasium (GSG) soll 2018 eine moderne Turnhalle gebaut werden. Umstritten war die geplante Glasfassade. Der Kompromiss lautet nun: „Mit Sichtschutz, aber nicht komplett blickdicht.“

Jetzt kommt Bewegung in das 5,4-Millionen-Euro-Projekt: Der Bauantrag für die neue Drei-Feld-Sporthalle am GSG wird Anfang Oktober eingereicht, verkündete Ludger Rasche, Fachdienstleiter Hochbau in der Stadtverwaltung, jetzt im Schul- und Sportausschuss. Im kommenden Februar soll die marode Halle aus dem Jahr 1965 abgerissen werden und einer neuen mit zwei Ebenen, Fensterfront und 200 Tribünenplätzen weichen. Turnen de luxe – laut Plan ab Ende 2019 – heißt es dann für die Schüler, die aktuell in einer zugigen und undichten Halle ihre Runden drehen. „Die Sporthalle wird der Opener für das gesamte Gelände von GSG und Bertha-von-Suttner-Realschule“, beschreibt es Rasche. Der Bau wird regelrecht in den Hang geschoben, eine große Freitreppe soll den Schulhof erweitern.

Sichtschutz inklusive

Die moderne Turnhalle hatte schon weit vor der ersten Sportstunde viele ins Schwitzen gebracht: Glasfassade? Sport auf dem Präsentierteller? Ein „Schaufenster-Charakter“, der einigen Schülern, Lehrern und Eltern ganz und gar nicht zusagte. „Es gab Startschwierigkeiten“, räumte Rasche ein. Die seien nun ausgeräumt: „Es wird einen Sichtschutz geben, die Halle wird aber nicht komplett blickdicht sein“, nannte er den Kompromiss einer halbtransparenten Glasfassade, die auch bedruckt werden könne. Die Halle wird von der Gottlieb-Planck-Straße nicht einsehbar sein. Zum Schutz soll zudem eine Prellwand aus Plexiglas vor die Scheiben gezogen werden.

Im Vorfeld hatte es auch Diskussionen um die Fahrrad-Stellplätze gegeben. Wenn die Halle abgerissen wird, muss auch der bisherige Fahrradkeller weichen. An Alternativen soll es nicht mangeln: 50 neue Stellplätze werden bei der Turnhalle angedockt, weitere 150 auf dem Gelände von GSG und Bertha-von-Suttner-Schule untergebracht, so Dirk König, Mitarbeiter beim Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt.

Neue Fahrrad-Stellplätze

Bis Ende Januar soll die alte Halle noch regulär genutzt werden, sagte GSG-Schulleiter Josef Krotzek. Ihre Auslastung ist seinen Worten nach gut: Momentan seien von 8 bis 18 Uhr Schülergruppen vom GSG und von der Bertha-von-Suttner-Schule in der Halle, danach bis 22 Uhr Vereine. Die Stadt arbeite an einem Ausweichplan für die Bauphase. „Wir werden wohl nicht auf Sportunterricht verzichten müssen“, zeigte sich der Schulleiter optimistisch. Er freut sich nicht nur auf Unterricht ohne Zugwind, sondern auch darauf, dass das ganze Schulgelände „erheblich aufgewertet“ wird.

Keine Verzögerung

Im Ausschuss gab es Lob dafür, dass viele Anregungen aufgenommen werden konnten, ohne weiter Zeit zu verlieren. Gewartet wurde schließlich auch schon lang: Schüler, Eltern und Lehrer des GSG und der BVS hatten seit Jahren auf eine Sanierung oder einen Neubau gedrängt. Mit knapper Mehrheit beschloss der Rat 2016 allerdings, die Halle der Integrierten Gesamtschule Eversburg (IGS) vorzuziehen, was damals heftig umstritten war.


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