„Emil“ wird fünf Osnabrücker Patenschaftsprogramm feiert Geburtstag

Von Regine Hoffmeister


Osnabrück. „Begegnungen hinterlassen Spuren“ lautete nun das Motto bei einer kleinen Feier des Vereins „Unikate“ in der Caprivi-Lounge der Hochschule Osnabrück. Gemeinsam mit Unterstützern und Kooperationspartner blickten die Vereinsmitglieder auf die Anfangsjahre des vor fünf Jahren gestarteten Programms „Ehrenamtliches Mentorenprojekt für individuelles Lernen“, kurz „Emil“, zurück.

Schon 178 Patenschaften zwischen Mentoren und Kindern im Kindergartenalter hat der Verein bisher vermittelt. 42 weitere starten in diesem Herbst neu. Aus vielen dieser „Tandems“ sind mittlerweile feste Freundschaften entstanden, wie auch Zina Meyer, heute Mitglied im Vereinsvorstand, berichtete: „Wie viele andere in unserem Team bin auch ich als Mentorin in dieses Projekt gestartet. Vor vier Jahren habe ich zwölf Monate lang einen fünfjährigen Jungen begleitet.“ Der Kontakt hielt auch über das Projektende hinaus an: Gerade erst sei sie zum neunten Geburtstag eingeladen gewesen.

Die langfristig angelegte Patenschaft von mindestens einem Jahr, die intensive, professionelle Begleitung der Paten und die regelmäßigen Treffen der Tandems, die einmal pro Woche etwas zusammen unternehmen, machte Ute Tromp vom Bildungsbüro der Stadt Osnabrück als Erfolgsfaktoren des Projekts „Emil“ aus. Sie war als Vertreterin der Stadt und Unterstützerin der ersten Stunde unter den Ehrengästen, denen die Projektinitiatoren während der Feier besonders dankten.

Stephanie Koopmann, Vorsitzende des Vereins „Unikate“, blickte in ihrer kurzen Ansprache auf die Anfänge des Projekts zurück. Sein Ursprung liege in der Idee, Kindergartenkinder individuell zu fördern und so auch emotional zu stärken. Durch die engagierte Unterstützung sowohl der ehrenamtlichen Mentoren – mehrheitlich Sozialpädagogik-Studenten – als auch der Kitas und Kindergärten in Osnabrück sei das Projekt schnell gewachsen. Mittlerweile gebe es mit „Emilia“, dem Patenschaftsprojekt für Kinder im Asyl, sogar schon eine „kleine Schwester“. Außerdem werde das Projekt mit einem „Emil“-Ableger in Bramsche jetzt auch auf den Landkreis ausgeweitet.

Koopmanns besonderer Dank galt den vielen Kooperationspartnern von „Emil“, darunter speziell John McGurk mit seinem Verein „Sportler 4 a childrens world“ sowie der Friedel-und-Gisela-Bohnenkamp-Stiftung. Ohne dieses „tolle Netzwerk“ wäre „Emil“ nicht so groß geworden, betonte sie.