24. bis 27. Oktober 40 Kandidaten für Wahl zum Osnabrücker Jugendparlament

Stadtjugendpfleger Hans-Georg Weisleder freut sich, dass 40 Jugendliche kandidieren – und ärgert sich, dass nicht alle Osnabrücker Schulen mitmachen.Stadtjugendpfleger Hans-Georg Weisleder freut sich, dass 40 Jugendliche kandidieren – und ärgert sich, dass nicht alle Osnabrücker Schulen mitmachen.

Osnabrück. Das Osnabrücker Jugendparlament stand fast schon vor dem Aus: Bis zum Ablauf der Frist am 19. September hatten nur 17 Jugendliche Bewerbungen eingereicht. Die Stadt verlängerte die Frist bis 1. Oktober und drehte erneut die Werbetrommel. Mit Erfolg: 40 Kandidaten stehen vom 24. bis 27. Oktober zur Wahl.

25 Sitze hat das Gremium, in dem junge Leute zwischen 14 und 18 Jahren die Interessen ihrer Altersgenossen vertreten. Vorschläge des Jugendparlaments können seine Mitglieder in die Fachausschüsse des Osnabrücker Rats tragen und damit Themen anstoßen, die ihnen wichtig sind. Kostenlose Busfahrkarten für Oberstufenschüler etwa sind so ein Thema. Das Osnabrücker Jugendparlament wird für jeweils zwei Jahre gewählt. Die nächste Wahl findet statt vom 24. bis 27. Oktober.

Als die erste Resonanz der Bewerber so gering war, verlängerte die Stadt nicht nur die Bewerbungsfrist, sondern schickte auch Teams aus dem Jugendparlament an die Schulen, um für das Gremium zu werben. „Das hat nochmal für viel Bewegung gesorgt“, sagt Wahlleiter und Stadtjugendpfleger Hans-Georg Weisleder. Aus 17 Kandidaten wurden 40 – drei mehr sogar, als vor zwei Jahren.

Nicht alle Schulen machen mit

Die Wahl findet in den Osnabrücker Schulen statt – doch nicht alle machen mit, bedauert Weisleder. Einige Schulen würden mit Terminproblemen argumentieren, andere hielten ihre Schüler nicht für fähig. „Ich habe ein Problem damit, das zu akzeptieren“, so Weisleder. Sollte es sich eine Schule doch noch anders überlegen, würden er und sein Team alles daran setzen, die Teilnahme möglich zu machen. Ihre Stimme können Jugendliche alternativ auch im Haus der Jugend abgeben, und zwar am 27. Oktober von 14 bis 20 Uhr.

Erstmals dürfen auch Schüler aktiv und passiv an der Wahl teilnehmen, die nicht in Osnabrück leben, aber hier zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Bei sechs der 40 Kandidaten sei das der Fall, so Wahlleiter Weisleder. Bei den 40 Bewerbern seien Jugendliche von allen Schulformen vertreten, auch Auszubildende, freut er sich. Kurzvorstellungen der Kandidaten sind auf www.jugendparlament-os.de zu finden.

Das Ergebnis soll am 2. November feststehen, die konstituierende Sitzung ist für Mittwoch, 15. November, um 18 Uhr im Ratssaal anberaumt.


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