Diner Act Theater in Osnabrück Erste Pop- und Schlagerküche im Walhalla schmeckte

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Angerichtet: Singende Köchinnen sorgten bei der Pop- und Schlagerküche des Dinner Act Theaters im Walhalla für „Captain´s Dinner“-Atmosphäre. Foto: Hermann PentermannAngerichtet: Singende Köchinnen sorgten bei der Pop- und Schlagerküche des Dinner Act Theaters im Walhalla für „Captain´s Dinner“-Atmosphäre. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Premiere geglückt: Zum ersten Mal rührte das Dinner Act Theater im Romantik-Hotel Walhalla einen bunten musikalischen Eintopf aus der Pop- und Schlagerküche an. Die Mischung stimmte und schmeckte.

Dabei begann der dreistündige kulinarisch-musikalische Abend mit einer recht faden Suppe. Als dann aber die ersten „Töne auf den Tisch“ kamen, wie es im selbstgekochten Jingle heißt, wurde es schmackhafter. Das Musiktheater-Quintett „Osemble“ verstand es, mit feinen Choreografien abgeschmeckte Zwischengänge zu servieren, die mal würzig scharf und mal klebrig süß klangen. Die weißen Kochmützen für das Musical-Entree „Sei Hier Gast“ wichen dabei später schwarzen Hüten für Grönemeyers „Männer, die Kochanzüge wurden gegen Abendgarderobe in verschiedenen Variationen ausgetauscht.

Schlagersoße und Schweinefilet

Ähnlich abwechslungsreich gerieten die dazu passenden musikalischen Häppchen für fast jeden Geschmack. Stimmlich hochgekochter französischer Pop kam dabei ebenso auf den Teller wie eine deutsche Schlagersoße aus Helene Fischer und Matthias Reim. Vom alten „Holzmichel“ über Tim Bendzkos „Mensch aus Fleisch und Blut“ ging es schließlich zum Schweinefilet in Rotweinsoße. Wirkliche musikalische Leckerbissen gab es als Pre-Dessert in Form einer hellwachen Elektropopversion von Trude Herrs „Morgens bin ich immer müde“ und eines gefällig zubereiteten und wohlmundenden Michael Jackson-Schmankerls.

Kreative Buchstabensuppe

Gänge gab es nicht nur auf dem Tisch, sondern auch viel und raumfüllend durch Saal und Publikum. Das wurde dabei nicht nur mitunter buchstäblich berührt, sondern auch interaktiv dazu animiert, etwa ein musikalisches Zahlenbingo zu spielen oder sich gegenseitig Leuchtarmreifen anzulegen, um beschwingt in Wolfgang Petrys „Wahnsinn“ einzustimmen. Aus Worten und Geschmackswünschen der Gäste wurde am Ende auch noch im Stil eines musikalischen Improvisationstheaters eine kreative Buchstabensuppe zusammengebraut.

So lieferte die neue Pop- und Schlagerküche eine vielfältige Antwort auf die Frage, wie man sich die Zeit zwischen den Gängen eines Menüs vertreiben soll. Raum, sich mit seinen Tischnachbarn zu unterhalten, statt ausnahmslos unterhalten zu werden, blieb aber dennoch. Dafür konnte der ein oder andere Leerlauf bis zum nächsten Programmpunkt genutzt werden.


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