Caritas gibt 10.000 Euro für Projekte Sonnenschein-Preis geht dreifach in die Region Osnabrück

Ursula Brockmann (links) und Gerda Kleinschmidt nahmen den Sonnenschein-Preis für das Bad Essener Projekt „Betreuung & mehr OASE“ vom Stiftungspaten Diakon Gerrit Schulte, Weihbischof Johannes Wübbe und Moderator Ludger Abeln (hinten von links) entgegen. Aus dem Osnabrücker Land wurden weiterhin die Initiative „Dorfgespräch“ der Katholischen Landvolkhochschule Oesede und Ruth Maßmann aus Haste ausgezeichnet. Foto: Caritas/Roland KnillmannUrsula Brockmann (links) und Gerda Kleinschmidt nahmen den Sonnenschein-Preis für das Bad Essener Projekt „Betreuung & mehr OASE“ vom Stiftungspaten Diakon Gerrit Schulte, Weihbischof Johannes Wübbe und Moderator Ludger Abeln (hinten von links) entgegen. Aus dem Osnabrücker Land wurden weiterhin die Initiative „Dorfgespräch“ der Katholischen Landvolkhochschule Oesede und Ruth Maßmann aus Haste ausgezeichnet. Foto: Caritas/Roland Knillmann

Osnabrück. „Zusammen sind wir Heimat“ lautet das Motto der diesjährigen Caritas-Kampagne und des Sonnenschein-Preises. 10.000 Euro stellt die Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück jedes Jahr für den Preis zur Verfügung, um freiwilliges Engagement zu würdigen und zu fördern. In diesem Jahr wurden ehrenamtlich engagierte Gruppen und Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich für das gesellschaftliche Miteinander im Sinne der Jahreskampagne einsetzen und den sozialen Zusammenhalt fördern.

Bei der feierlichen Verleihung im Atrium des Krankenhauses Ludmillenstift in Meppen erhielten zehn Projekte aus dem gesamten Bistum Osnabrück die Auszeichnung für ihr Engagement, darunter auch zwei Initiativen und eine Einzelperson aus dem Osnabrücker Land.

Projekt Dorfgespräch ausgezeichnet

So gingen 1.500 Euro, ein Pokal und eine Urkunde an das Projekt Dorfgespräch an der Katholischen Landvolkhochschule Oesede, das sich speziell für das Miteinander im ländlichen Raum engagiert. Ein achtköpfiges Expertenteam bestehend aus ehrenamtlichen Akteuren aus dem ländlichen Raum setzt sich für die Verbesserung des gemeinschaftlichen Lebens im Dorf ein. Als Beispielprojekt wurde der Dialogprozess in der Dorfgemeinschaft Clusorth-Bramhar im südlichen Emsland mit ausgezeichnet.

Miteinander von Menschen

1000 Euro und eine Urkunde erhielt darüber hinaus der Generationentreff Lintorf „Oase“ in Bad Essen. Hier finden ehrenamtlich betreute Selbsthilfegruppen statt, die sich für das Miteinander von Menschen mit und ohne Demenz einsetzen. Neben regelmäßigen Treffen, zu denen neben Demenzkranken auch Angehörige kommen, werden immer wieder verschiedene Aktivitäten organisiert.

Anerkennung für Hasterin

Außerdem freute sich Ruth Maßmann aus Osnabrück über eine Urkunde und einen Gutschein über 250 Euro für einen Zweck ihrer Wahl. Geehrt wurde ihr vielfältiger und jahrelanger ehrenamtlicher Einsatz in ihrer Kirchengemeinde und darüber hinaus im Stadtteil Hase.

Weitere Auszeichnungen erhielten der Besuchsdienst St. Paulus Meppen und die Gruppe Tabaluga aus Salzbergen (je 1500 Euro), die Katholische Jugend Ostfriesland, das Projekt „Einfach mitreden“ aus Bremen, die Belu Ugandahilfe aus Lähden-Ahmsen und die Flüchtlingshilfe Börger (je 1000 Euro) sowie Renate Prütz aus Freseburg (250 Euro).

Bunte Vielfalt

Weihbischof Johannes Wübbe, Vorsitzender des Stiftungsrates der Caritas-Gemeinschaftsstiftung, betonte die verbindende Arbeit der Initiativen: „Das Wort „Heimat“ muss einen Klang haben, der nach Integration klingt.“ Auch Caritasdirektor Franz Loth griff diesen Aspekt auf: „Den Begriff Heimat gibt es nur im Deutschen. Mittlerweile ist dieses Wort sehr positiv besetzt.“ Loth warnte jedoch davor, dass sich dies verändern könne: „Heimat wird auch politisch aufgerüstet, um das Eigene gegen das Fremde auszuspielen.“ Die Caritas setze stattdessen auf eine bunte Vielfalt.

In Gedenken an einen Sozialreformer

Der Sonnenschein-Preis: Der Preis für ehrenamtliches Engagement wird von der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück ausgelobt und ist nach Carl Sonnenschein benannt. Der katholische Priester wirkte unter anderem in Berlin als Sozialreformer. Ein wichtiges Anliegen Sonnenscheins war die Förderung sozialen Engagements eines jeden Katholiken. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zum elften Mal verliehen.


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