AfD bekommt 6 Prozent Jugendliche wählen bei Schüler-Wahlen Union und Grüne

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Bei den Schülerwahlen sind wieder in ganz Deutschland Jugendliche dazu aufgerufen, sich an den Wahlen zu beteiligen. Die Ergebnisse sind nun öffentlich. Foto: Thomas OsterfeldBei den Schülerwahlen sind wieder in ganz Deutschland Jugendliche dazu aufgerufen, sich an den Wahlen zu beteiligen. Die Ergebnisse sind nun öffentlich. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Würde die Stimme der Jugendlichen unter 18 Jahren zählen, dann wäre die Bundestagswahl anders ausgefallen.

Das Projekt Juniorwahl hat am Sonntag mit der ersten Hochrechnung der Bundestagswahl auch seine Ergebnisse veröffentlicht. Dabei geht es darum für Schüler, die unter 18 Jahre alt sind und noch nicht wählen dürfen, die Bundestagswahl zu simulieren.

Am Sonntagabend gegen 18 Uhr waren die Zahlen auf der Homepage des Projekts einzusehen: Zwar ist die Union mit 27 Prozent weiterhin stärkste Partei und die SPD mit 19,3 Prozent zweitstärkste Partei, die Grünen liegen mit 17,9 Prozent aber deutlich über dem Ergebnis der Bundestagswahl und bilden die drittstärkste Partei. Auf nur 6 Prozent kommt die AfD bei den Jugendlichen. Trotzdem legt die rechtskonservative Partei im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 um 3,6 Prozentpunkte zu. Da erzielte die Partei ein Ergebnis von 2,4 Prozent. Für die Wahlkreise 38 und 39 sind auf der Seite der Juniorwahl nur die Direktkandidaten veröffentlich worden. Da kommt André Berghegger von der CDU auf 39,5 Prozent für den Wahlkreis Osnabrücker Land. Parteikollege Mathias Middelberg aus dem Wahlkreis Stadt Osnabrück erzielt 38,2 Prozent. Ergebnisse für die Zweitstimme gibt es bislang nicht.

BBS Schölerberg Teilnehmer der Juniorwahl

Auch Schulen rund um Osnabrück haben an der Wahl teilgenommen. Die Schüler der BBS Schölerberg zum Beispiel stimmten mehrheitlich für die CDU (34,6 Prozent), zweistärkste Partei wurde die SPD mit 23,7 Prozent, die FDP erzielte 12,1 Prozent, darauf folgen die Grünen mit 11,8 Prozent. Die Linke schafft die Fünf-Prozent-Hürde mit 6,3 Prozent, die AfD schafft sie nicht und bleibt mit 4 Prozent darunter.

AfD überzeugt nicht

Die Geschwister-Scholl-Oberschule aus Bad Laer hat ähnliche Ergebnisse. Die Union ist mit 35,9 Prozent stärkste Partei, darauf folgt die SPD mit 19,7 Prozent, die Grünen erzielen 14,5 Prozent. Danach folgt die AfD mit 6,6 Prozent. FDP und Linke teilen sich den Platz fünf mit 3,5 Prozent.

Die Grünen sind klarer Wahlsieger

Beim Gymnasium in der Wüste sieht es ein wenig anders aus. Wahlsieger sind dort ganz klar die Grünen mit 27,3 Prozent, zweitstärkste Partei ist die CDU (22,4 Prozent), die SPD wird drittstärkste Partei (18,5 Prozent). Die Liberalen (6,6 Prozent) und die Piraten (5,2 Prozent) kommen über die Fünf-Prozent-Hürde, die AfD (4,5 Prozent) dagegen nicht.

Ähnlicher Trend bei U18-Wahl

Bei der Initiative U18-Wahl, die ähnlich abläuft wie die Juniorwahl, fällt das Ergebnis auf Bundesebene ähnlich aus. Die CDU ist mit 28,5 Prozent stärkste Partei geworden. Dahinter folgt die SPD mit 19,8 Prozent, die Grünen kommen als drittstärkste auf 16,6 Prozent. Die Linke erzielt 8,1 Prozent, dahinter folgt die AfD mit 6,8 Prozent. Die FDP hat zugelegt und erhält 5,7 Prozent, bei der vergangenen Juniorwahl lag sie unter der Fünf-Prozent-Hürde, genau wie die AfD. Die Ergebnisse für Niedersachsen sind vergleichtbar: CDU: 31,1 Prozent, SPD: 24,5 Prozent, Grüne: 14,6 Prozent, Linke: 5,9 Prozent und die AfD: 5,3 Prozent.

Nicht alle Schulen sind transparent

Viele Schulen im Verbreitungsgebiet gehen mit dem Ergebnis der Schüler-Wahlen transparent um und veröffentlichen die Ergebnisse auf ihrer Homepage. Unsere Redaktion hat mehrere Schulen aus dem Verbreitungsgebiet nach den Wahlergebnissen gefragt. Doch einige wollten ihre Ergebnisse nicht preisgeben.


Bei der Juniorwahl haben bundesweit insgesamt 3490 Schulen an der Wahl teilgenommen, 958.462 Wahlberechtigte gab es, 796.332 Stimmen wurden abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,1 Prozent.

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