Selbstführung und Teamerfolg Mit dem Sportwagen zum Führungskräftekongress in Osnabrück

Von Stefanie Hiekmann

Teamarbeit: Im (Motor-)Sport nichts anderes als im Unternehmen: Alles muss Hand in Hand gehen. „tolimit“-Geschäftsführer Hans-Bernd Kamps hat den Kongress-Teilnehmern gezeigt, wie Prozesse aus dem Sport auch aufs Business übertragbar sind. Foto: Stefanie HiekmannTeamarbeit: Im (Motor-)Sport nichts anderes als im Unternehmen: Alles muss Hand in Hand gehen. „tolimit“-Geschäftsführer Hans-Bernd Kamps hat den Kongress-Teilnehmern gezeigt, wie Prozesse aus dem Sport auch aufs Business übertragbar sind. Foto: Stefanie Hiekmann

Osnabrück. So mancher Unternehmensführer hat einen Sportwagen in der Garage. Doch es gibt noch weitaus mehr Berührungspunkte zwischen Motorsport und Führungskräften: Beim diesjährigen Leadership Development Congress (LDC), der am Donnerstag auf dem Gelände der ehemaligen Winkelhausen-Kaserne in den neuen Räumen von „Salt and Pepper Software Solutions“ in Osnabrück stattgefunden hat, haben sich rund 90 Führungskräfte und Unternehmer aus der Region den Parallelen und Gemeinsamkeiten von Motorsport und Unternehmensführung gewidmet.

Seit vier Jahren veranstaltet der Osnabrücker Executive Coach und Honorarprofessor der Hochschule Burkhard Bensmann den Führungskräftekongress, der unternehmerischen Menschen in der Region eine Plattform für Austausch, Weiterbildung und Entwicklung zugleich bieten soll. Kern der diesjährigen Veranstaltung, an der vor allem Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene aus Wirtschaft und Verwaltung sowohl aus der Stadt, als auch aus dem Landkreis Osnabrück teilgenommen haben, war das Oberthema „Mitarbeiter, Partner, Netzwerke: Selbstführung und Teamerfolg“.

Soll heißen: Was ist meine eigene Rolle – sowohl im Unternehmen als auch zu Hause? Welche Menschen brauche ich als Partner und Mitarbeiter, welche Netzwerke helfen mir? Um Ziele zu erreichen, gilt es, mit den richtigen Unterstützern zusammenzuarbeiten. Eine These, die Hans-Bernd Kamps nur unterstreichen konnte. Der Geschäftsführer der Sport- und Veranstaltungsagentur „tolimit“ hat den Kongress-Teilnehmer spannende Einblicke in das Coaching- und Trainingsverfahren von Motorsport-Teams gegeben. Sein Unternehmen aus Lohne berät erfolgreiche Motorsport-Teams in Bezug auf anstehende Rennen und Wettkämpfe genauso wie Unternehmen, die durch sportliche (Erfolgs-)erlebnisse Veränderungsprozesse anstoßen möchten.

Reifenwechsel mit Leidenschaft

Um zu verdeutlichen, wie engagiert die Teamarbeit für einen reibungslosen und rasanten Boxenstopp mit Reifenwechsel im Motorsport aussehen muss, hat Kamps kurzerhand eines seiner Teams vorfahren lassen und das gerade mal zwei Sekunden kurze Prozedere, an dem 17 Leute mitarbeiten, vor den Augen der Kongressteilnehmer stattfinden lassen. „Wenn ein Motorsportteam keine Leidenschaft hat, dann wird es nie gewinnen“, prophezeite Kamps, der sein Unternehmen in Lohne mit 30 Mitarbeitern führt.

Motorsport, Fußball, andere Team-Sportarten – man könnte die Liste beliebig weiter fortsetzen, die Botschaft, die die Teilnehmer zum Austausch und vielleicht auch kleinen Veränderungsprozessen anregen sollte, bliebe die gleiche: Das Räderwerk eines Teams funktioniert nur, wenn es durch gesunde und moderne Führung zusammengehalten wird.

Burkhard Bensmann, der zu seinem Schwerpunktthema „Selbstführung“ nicht nur Seminare, Vorträge und den jährlich stattfindenden Kongress anbietet, sondern auch Einzelberatungen durchführt, sieht den LDC auch als Treffpunkt. Das Ziel, das er gehabt habe, als er den LDC vor vier Jahren ins Leben gerufen hat, war, den Führungskräften der Region einen Ort und Treffpunkt für Austausch und Inspiration direkt vor der Haustür zu geben. Im nächsten Jahr findet der LDC zum Thema „Prozesse und Strukturen“ statt.


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