„Manitoba“ jetzt teilweise begehbar Bisons erobern Nordamerika-Welt im Zoo Osnabrück

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In die neue Nordamerika-Welt „Manitoba“ im Zoo Osnabrück sind die ersten Tiere eingezogen: zwei Waldbisons. Fotoquelle: Zoo Osnabrück/Lisa JosefIn die neue Nordamerika-Welt „Manitoba“ im Zoo Osnabrück sind die ersten Tiere eingezogen: zwei Waldbisons. Fotoquelle: Zoo Osnabrück/Lisa Josef

pm/sst Osnabrück. Die größten Tiere kamen zuerst: In die neue Nordamerika-Landschaft „Manitoba“ im Zoo Osnabrück sind zwei Waldbisons aus dem Zoo Hannover eingezogen. Ein Teil der Anlage ist damit für Besucher begehbar.

Die beiden ein Jahr alten Bisons, ein Weibchen und ein Männchen, kamen nach Angaben des Osnabrücker Zoos am 14. September auf dem Schölerberg an. In den folgenden Tagen erkundeten die imposanten Tiere ihre 3800 Quadratmeter große Außenanlage und haben sich schon gut eingewöhnt. „Sie streifen durch die grüne Landschaft mit Bäumen, Hügeln und Steinen und wälzen sich auch in ihrer Sandkuhle – ein wirklich schöner Anblick. Ein weiteres Tier aus dem Tierpark Nordhorn soll in den nächsten Wochen noch kommen“, berichtet Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder.

Wölfe und Bären folgen bald

Anders als Präriebisons, die in den Weiten der Grassteppen Nordamerikas zu Hause sind, leben Waldbisons nur in einigen Teilen von Alaska und Kanada und halten sich bevorzugt in Waldgebieten auf. In der neuen Tierwelt Manitoba werden in direkter Nachbarschaft zu den Bisons bald auch Hudson-Bay-Wölfe aus Zoos in den Niederlanden und aus Tschechien sowie Schwarzbären aus den Niederlanden einziehen. Besucher können bereits jetzt den ersten Teil des Rundweges inklusive des 120 Meter langen Höhenpfades begehen. „Dort hat man einen tollen Blick auf die Gehege“, schwärmt der Zooinspektor.

Der insgesamt 3,5 Hektar große Bereich Manitoba soll 2018 komplett fertiggestellt werden. Dann folgt auch die große Eröffnung. Die Umbauarbeiten für die Nordamerika-Landschaft belaufen sich insgesamt auf 3,5 Millionen Euro.

Biberburg mit unterirdischen Sichtfenstern

In den zweiten Abschnitt sollen Stinktiere (Skunks), Biber, Schneeeulen, Murmeltiere, Bartkauze und Baumstachelschweine (Ursons) einziehen. Hier legen die Bauarbeiter gerade Gehege und Wege an. Bauliche Hauptattraktionen werden eine Biberburg mit unterirdischen Einblicken und eine Eulenscheune sein.


Waldbison (Bison Bison Athabascae)

Während der Präriebison in den Weiten der Grassteppen Nordamerikas zuhause ist, beschränkt sich das Vorkommen des Waldbisons auf einige Teile von Alaska und Kanada. Ihre Nahrung besteht aus Laub, Zweigen und Rinde, außerdem aus Flechten, Kräutern und Gräsern. Wie alle Rinderartigen sind auch die Bisons Wiederkäuer.

Waldbisons leben in Herden, die allerdings deutlich kleiner sind als die der Präriebisons und nur aus einigen Kühen mit ihrem Nachwuchs bestehen. Die Bullen leben am Rande dieser Gruppen. Waldbisons können etwa 30 Jahre alt werden. Die Tiere sind bis zu 50 Stundenkilometer schnell, obwohl die Bullen fast eine Tonne wiegen. Bei der Geburt wiegt ein Kalb zwischen 20 und 30 Kilogramm.

1957 wurde die letzte reinblütige Herde Waldbisons in Kanada entdeckt und unter Schutz gestellt. Rund 50 Jahre später war der Bestand wieder auf etwa 3000 Tiere gewachsen. Heute gilt die Tierart als „potenziell gefährdet“.

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