Sprache der Musik verbindet Anton Hülsmann aus Haste geht nach Paraguay

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Musikalisch: Anton Hülsmann aus Osnabrück-Haste freut sich auf sein Auslandsjahr in Paraguay. Foto: Swaantje Hehmann.Musikalisch: Anton Hülsmann aus Osnabrück-Haste freut sich auf sein Auslandsjahr in Paraguay. Foto: Swaantje Hehmann.

Osnabrück. Musikalischer Arbeitseinsatz in Südamerika: Im Rahmen der Freiwilligen Dienste des Bistums wechselt Abiturient Anton Hülsmann aus Osnabrück-Haste ein Jahr lang die Seiten und lehrt Gesang und Trompete an einer Schule in Paraguay.

Früher habe er gedacht, dass man doch besser nach der Schule „gleich arbeiten und Geld“ verdienen könne. Als er aber bemerkt hat, wie seine Schwester sich nach einem Auslandsjahr in Indien „weiterentwickelt und verändert“ habe, plötzlich viel selbstständiger, reifer und erwachsener gewesen sei, fand er das so beeindruckend, dass er sich entschloss, ebenfalls nach seinem Abitur an der Angelaschule erst einmal „ein anderes Land kennenzulernen“. Dass es nun Paraguay geworden ist, verdankt er zum einen seinem Klavierlehrer, der stets von Südamerika und der dortigen „ganz anderen“, entspannten Lebensart geschwärmt habe, zum anderen aber auch der Musikstelle, die ihm dort angeboten wurde. Denn Instrumente begleiten ihn schon von Kindesbeinen an.

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Gastmutter ist Schulleiterin

Im Unterschied zu vier anderen ihm bekannten Freiwilligen anderer Ausreiseorganisationen, die es allesamt in die Hauptstadt Asunción verschlagen hat, wird Anton Hülsmann in einer kleineren Stadt mehr als hundert Kilometer östlich in einer jesuitischen Musikschule Kindern Gesang und Trompete und gegebenenfalls auch andere Disziplinen wie etwa Posaune unterrichten. Schon oft habe er die Erfahrung gemacht, dass „Musik verbindet“ und man mit ihr auch „über Sprachbarrieren hinweg arbeiten“ kann. Gesprochen wird in seinem Gastland und auch in der Schule Spanisch, das aber mitunter mit der Ureinwohnersprache Guaraní gemischt wird. Dabei hofft Anton Hülsmann darauf, dass er auch diese Variante mit seinen zwei Jahren Schulspanisch gut verstehen kann.

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Wohnen wird er in einer Gastfamilie, wobei die Gastmutter auch gleichzeitig die Schulleiterin sein wird. Das findet er praktisch, um direkt Absprachen treffen zu können, vertraut aber auch darauf, sich bei Bedarf auch Freiräume jenseits der Arbeit schaffen zu können. Paraguay findet er auch deswegen besonders spannend, weil man kaum etwas über diese „unbekannte Land“ weiß und es nicht zuletzt wegen der fehlenden Küste noch nicht großartig touristisch erschlossen sei.

Gut vorbereitet

Freunde und Familie wird Anton Hülsmann ein Jahr lang ebenso vermissen wie einige lieb gewonnene Aktivitäten, etwa die Mitwirkung im Chor oder in verschiedenen Bigbands. Über die Musikschule erhofft er sich allerdings Möglichkeiten, diese Hobbys vielleicht nicht ganz einfrieren zu müssen. Sein Vorgänger habe dort sogar eine bunt zusammengemischte Band geleitet, in die er möglicherweise auf die ein oder andere Art einsteigen könne. Über die Musik gebe es jenseits von Sprachhürden eben immer „gute Anschlussstellen“.

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Erfahrungen hat er schon bei der musikalischen Betreuung auf Kinderfreizeiten gesammelt und sich zur Vorbereitung auch noch das ein oder andere Mal auf die andere Seite des Musikunterrichts gesetzt, um sich dort von den Lehrern einiges abzugucken. Unvorbereitet tritt er seine Reise also nicht an. Auf Überraschungen und Unvorhergesehenes ist er aber gefasst und freut sich darauf genauso wie auf Weihnachten im Sommer – und ohne Baum.

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