„Nur gemeinsam sind wir stark“ Erstes Afrika-Fest in Osnabrück

Von Sarah Hergöth

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Das erste Afrika-Fest fand am Wochenende auf dem Gelände des Guts Sutthausen statt. Foto: Moritz FrankenbergDas erste Afrika-Fest fand am Wochenende auf dem Gelände des Guts Sutthausen statt. Foto: Moritz Frankenberg

Osnabrück. Mit viel Gesang, Tanz und Musik feierte der Afrika-Info-Pool am Samstag das erste Afrika-Fest mit neuem Format auf dem Gut Sutthausen in Osnabrück. Neben Kunst und Kultur wurde den Besuchern auch ein Einblick in das alltägliche Leben in afrikanischen Ländern gegeben.

Rund um das Marienheim wurde es am Samstag bunt. Unter dem Motto „nur gemeinsam sind wir stark“ feierte die Initiative Afrika-Info-Pool gemeinsam mit Freunden, Bekannten und Besuchern das erste Afrika-Fest auf dem Gut Sutthausen in Osnabrück, das von nun an jährlich stattfinden soll. Damit ist das Fest der Nachfolger des Afrika-Festivals, welches bis zum letzten Jahr von der Stadt organisiert wurde und ebenfalls jährlich stattfand.

Eröffnet wurde das Fest mit einer Ansprache durch Pastor Stephen Essah. Er betonte die Vielfalt Afrikas und seiner Länder mit all ihren Facetten. Für ihn ist es wichtig, miteinander ins Gespräch zu treten, Fragen über die jeweils andere Kultur zu stellen und Vorurteile aus dem Weg zu räumen.

Sechs Monate Vorbereitung

Julie Tiemann-Nataga stammt ursprünglich aus Kamerun und ist eine der Organisatorinnen des ersten Afrika-Festes. Sie und weitere Frauen aus Afrika hatten sich zusammengetan, nachdem die Stadt Osnabrück die Organisation des Afrika-Festivals abgegeben hatte.

Unterstützung und Hilfe im Alltag

Der Afrika-Info-Pool ist eine Initiative von afrikanischen Migranten und setzt sich für die Belange ihrer Landsleute in Osnabrück ein. Dabei geht es ihnen vor allem um die Verbesserung der Lebens- und Gesundheitssituation, aber auch um Fragen des alltäglichen Lebens, ohne die eigene Kultur aus den Augen zu verlieren. Die Treffen finden mehrmals im Monat statt.

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Vielfältiges Programm

So vielfältig und bunt wie die einzelnen Kulturen Afrikas, war auch das Programm. Ein kleiner Markt vor dem Marienheim bot den Besuchern Kunsthandwerk, Kleidung, Schmuck, Körbe und afrikanische Tücher an. Daneben konnten verschiedene afrikanische Köstlichkeiten wie Samosas oder Rindfleisch mit Melonensauce probiert werden. Im Innenraum fand eine Modenschau, mit traditionellen Gewändern unterschiedlicher Länder statt und Kinder konnten lernen, wie man afrikanische Tücher bindet. Julie Tiemann-Nataga freut sich, dass mithilfe von Freunden und Bekannten dieses Fest organisiert werden konnte und betont seine Notwendigkeit. Ganz getreu dem afrikanischen Sprichwort: „Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

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