Poffertjes und Frites speciaal 32 Stände gut besucht beim 3. Glandorfer Hollandmarkt



Glandorf. Holländische Spezialitäten gab es am Sonntag von 6 bis 20 Uhr im Glandorfer Ortskern. Dort machte der reisende Hollandmarkt mit 32 Ständen in der Münster- und der Osnabrücker Straße Station.

Bei Sonnenschein gemütlich von Stand zu Stand bummeln, hier und dort klönen und kosten, das konnten die Besucher des reisenden Hollandmarktes in Glandorf. Niklas hatte gerade ein Stück mittelalten Gauda-Käse am Stand von Maikel vom de Fries Kaashandel bekommen und fand: „Der schmeckt.“ Also kaufte sein Vater ein Stück davon. Dieter Wolf und seine Frau Heidrun wollten eigentlich „Alten Gauda“ kaufen, entschieden sich aber nach einem kurzen Geschmackstest um: „Der alte Bauern ist cremiger“, so Wolf, der zum ersten Mal auf dem Hollandmarkt in Glandorf war. Christin Vollmer hingegen kam zielgerichtet zum Käsestand und kaufte unter anderem Kräuterkäse: „Den kann ich  empfehlen.“

Besonders typisch

Bei den Besuchern besonders beliebt waren zugleich die Stände, die besonders typisch sind und an denen es Poffertjes, Waffeln, Käse, Fisch und Frites speciaal gab. Hier bildeten sich auch schon mal kleine Warteschlangen. „Aber das geht recht flott, man muss nicht lange warten“, hatte Vollmer am Käsestand festgestellt. Schnell an der Reihe war auch Lisa (8), die zwei Pakete Honigwaffeln kaufte. Ihr nächstes Ziel war die Fischbude. Ihre Schwester Sandra (9) schwärmte hingegen vom holländischen Nougat und den Waffeln. Und Anja Herbermann, die Mutter der beiden, fand: „Die Atmosphäre hier ist einfach toll.“ Mehr aus Glandorf im Netz

Rosienenbrötchen sind beliebt

Derweil flitzte Yvon ter Hennepe hinter ihrem Stand mit Süßem auf und ab: „Wie viele Kilometer ich pro Tag laufe, weiß ich nicht. Aber der Stand ist 26 Meter lang“, berichtete die Marktfrau, die den Hollandmarkt zusammen mit ihrem Mann Rob organisiert. Nachmittags musste sie allerdings nur noch halb so viel laufen: Brot und Brötchen waren ausverkauft. „Gegen 14 Uhr waren als erstes unsere Rosinenbrötchen weg“, erklärte ter Hennepe und fügte augenzwinkernd hinzu: „Wir sind nicht so pingelig mit den Rosinen.“ Echte Liebhaber schätzten am Sonntag offensichtlich den hohen Rosinenanteil in ihren Brötchen und hatten beherzt zugegriffen.

Marktschreier und Staubsaugerersatzteile

Wer den Weg zwischen dem Obst-und Gemüsestand sowie dem Wurststand entlang ging wähnte sich kurzzeitig fast auf dem Hamburger Fischmarkt: Dort lockten die Marktbeschicker lautstark die Besucher an ihre Stände: „Guck mal wie lecker - und nur zehn Euro!“ Nebenan verkaufte Iris Kamp Haushaltswaren und Putzzeug. Doch nicht die edel ausschauenden Staubwedel aus Straußenfeldern, sondern die Ersatzteile für Staubsauger waren bei ihr der Renner. Außerdem war Kamp aufgefallen: „Die Gandorfer kaufen schnell. Sie überlegen nicht lange.“

Tipps vom Blumenfachmann

Nicht fehlen durften natürlich Blumen: Dennis Albers verkaufte an diesem Sonntag vor allem Blumenzwiebeln – konkret und ganz klischeehaft Tulpen und Narzissen. Die gab es bei ihm auch in großen Beuteln à 150 Stück. Bei Bedarf erklärte der Fachmann auch, wie tief die in die Erde gepflanzt werden müssen: „So hoch wie die Zwiebel ist, so hoch muss auch die Erde darüber sein.“


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