Sauberes Wasser und Schulbildung Osnabrückerin hilft Menschen in Malawi


Osnabrück. 2008 hat die Osnabrückerin Evelyn Bleckmann gemeinsam mit Mitstreitern den Verein „Schoolproject Malawi“ gegründet. Ihr Ziel ist es, eine Schule und ein Dorf in dem afrikanischen Land zu unterstützen. Jetzt war sie erneut dort, um ein Projekt für gesundes Wasser abzuschließen.

Kommt das Geld, das ich spende wirklich dort an, wo es hilft? Das war eine Frage, die Evelyn Bleckmann umtrieb, nachdem sie 1998 das erste Mal in Malawi gewesen war. Als freiwillige Helferin hatte sie vor Ort gearbeitet und dabei Esther Grant kennengelernt. Weil in dem Dorf Mackenzie viele Menschen weder lesen noch schreiben konnten, hatte Grant vier Jahre später die Mackenzie Nursery and Primary School gegründet. Ein Engagement, das Bleckmann gern unterstützen wollte, zumal viele Familien in Afrika sich den Schulbesuch ihrer Kinder nicht leisten können.

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Solaranlage und Laptops

Inzwischen habe der Verein einige Projekte in Mackenzie angeschoben, umgesetzt und auch abgeschlossen, erzählt Evelyn Bleckmann. So unterstützte er den Bau einer Solaranlage und die Anschaffung gesponserter Laptops für die Schule. Zudem wurden Lampen angeschafft, die über die Solaranlage geladen, ausgeliehen und zuhause genutzt werden können. Ein Projekt, das auch von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt wurde.

„2015 haben wir einen Antrag bei Bingo-Lotto gestellt, um das Dorf mit fließendem Wasser zu versorgen“, erzählt Evelyn Bleckmann. Im Februar 2016 konnte sie die Anlage übergeben: „Das Wasser hat Trinkwasserqualität.“

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Zweites Wasserprojekt

Jetzt war Evelyn Bleckmann wieder in Malawi, um ein zweites Wasserprojekt abzuschließen. In Mikute, einem Nachbardorf von Mackenzie, finanziert Margaret Nyika aus den Einnahmen von Viehzucht, Gemüseanbau und Landverkauf aus Privatbesitz eine Schule für 114 Kinder, deren Eltern laut Bleckmann nur ein geringes Schulgeld bezahlen. Bleckmann wollte, dass auch diese Schule mit fließendem Wasser versorgt wird: Mit zwei Wassertanks, die 5000 Liter fassen, und einer Solarpumpe konnte der Verein „Schoolproject Malawi“ dafür Sorge tragen, dass auch diese Schule auf Trinkwasser zugreifen kann. „Schon jetzt sind die durch verunreinigtes Wasser verursachten Krankheiten erkennbar zurückgegangen“, erzählt Bleckmann nach ihrer Rückkehr.

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„Mit dem Projekt verbessern wir nicht nur die Lebensbedingungen und das Lernumfeld der Schüler, wir erleichtern auch das Leben vieler Frauen und Mädchen, die in den Familien traditionell für das Heranschaffen des Wassers verantwortlich sind“, ergänzt die Vereinsvorsitzende. Der Zugang zu sauberem Wasser sei eine Grundvoraussetzung für die Verwirklichung weiterer Menschenrechte, wie das Recht auf Leben und Gesundheit.


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