Gebäude steht leer Ex-Gartencenter am Wulfter Turm in Osnabrück soll Aldi weichen

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Das leer stehende Gartencenter in der Bildmitte soll abgerissen werden – Discounter Aldi möchte auf der Fläche einen neuen Markt errichten. In das bisherige Aldi-Gebäude im hinteren Bereich des Geländes könnte dann ein Drogeriemarkt ziehen. Foto: David EbenerDas leer stehende Gartencenter in der Bildmitte soll abgerissen werden – Discounter Aldi möchte auf der Fläche einen neuen Markt errichten. In das bisherige Aldi-Gebäude im hinteren Bereich des Geländes könnte dann ein Drogeriemarkt ziehen. Foto: David Ebener

Osnabrück. In das Nahversorgungszentrum am Wulfter Turm in Osnabrück kommt Bewegung: Lebensmittel-Discounter Aldi will auf der Fläche des momentan leer stehenden Gartencenters einen Neubau errichten und seinen bisherigen Standort im hinteren Teil des Geländes räumen. Dort könnte anschließend ein Drogeriemarkt unterkommen.

Bevor das „Laden-wechsel-dich-Spielchen“ im Westzipfel des Stadtteils Nahne vonstattengehen kann, muss die Stadtverwaltung die planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen. Weil das Projekt aus Sicht des Investors schon konkrete Züge trägt, soll dies mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan gelingen, der jetzt in die Phase der frühzeitigen Beteiligung geht.

Der Bebauungsplanentwurf sieht vor, dass auf dem Gelände des ehemaligen Gartencenters ein Aldi-Markt mit maximal 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche entsteht. Das seit mehreren Jahren leer stehende Gebäude soll zu diesem Zweck abgerissen werden. Da der neue Aldi-Markt kleiner ist als das jetzige Gebäude, soll auch der Vorplatz umgestaltet werden. Die Platzsituation werde geordnet, außerdem entstünden dort zusätzliche Parkplätze, wie Stadtplaner Lars Bielefeld im Gespräch mit unserer Redaktion erläutert.

Drogeriemarkt im Aldigebäude

In den bisherigen Aldimarkt an der westlichen Grenze des Gebiets soll nach dem Willen der Planer ein Drogeriemarkt einziehen. Dazu muss neben dem Bebauungsplan auch das Osnabrücker Märkte- und Zentrenkonzept überarbeitet werden, in dem die räumliche Verteilung von großflächigen Einzelhandelsstandorten abgebildet ist. Bisher ist der Standort am Wulfter Turm als „Fachmarktagglomeration“ verzeichnet, er soll in Zukunft das „Nahversorgungszentrum“ für den Stadtteil Sutthausen bilden.

Von den Änderungen unberührt bleibt nach Bielefelds Angaben das E-Center.

Die Größen der Verkaufsflächen sollen im Bebauungsplan begrenzt werden. Quelle: Stadt Osnabrück

Zum südlich gelegenen Wohngebiet „An der Rennbahn“ soll dagegen ein neuer Fußweg entstehen. „Ziel ist, dass der Nahversorgungsstandort auch in den Siedlungsbereich eingebunden wird“, so der Stadtplaner. Im weiteren Verlauf des Verfahrens könnten noch weitere Themen zur Sprache kommen: So soll ein Gutachten klären, welche schalltechnischen Auswirkungen das Vorhaben hat. Möglich ist zudem, dass die Verkehrsströme im Kreuzungsbereich zur Sutthauser Straße unter die Lupe genommen werden.

Unterlagen werden ausgelegt

Freilich: Bis ein möglicher neuer Aldimarkt am Wulfter Turm seine Türen öffnet, dürften noch Monate ins Land gehen – das Verfahren steht momentan erst an seinem Anfang. In der kommenden Woche legt die Stadtverwaltung die Planunterlagen für den Bebauungsplan für vier Wochen aus. Bürger können während dieser Zeit Kritik und Anregungen äußern.

Die Planunterlagen sind im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung vom 4. bis 29. September im Fachbereich Städtebau, Dominikanerkloster, Hasemauer 1, montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr einsehbar. Außerdem berichten die Stadtplaner bei einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 6. September, um 19 Uhr im Speisesaal der Osnabrücker Werkstätten (Industriestraße 17) über das Vorhaben. Informationen gibt es darüber hinaus unter Telefon 0541/323-2685.


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