„Alles hat seine Zeit“ SPD-Politiker Ulrich Hus zieht von Osnabrück ins Schwabenland

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Abschied von Osnabrück: Der SPD-Politiker Ulrich Hus zieht von Osnabrück nach Baden-Württemberg. Foto: SPD-FraktionAbschied von Osnabrück: Der SPD-Politiker Ulrich Hus zieht von Osnabrück nach Baden-Württemberg. Foto: SPD-Fraktion

Osnabrück. Wenn die Enkelin ruft, wird auch ein gestandener Kommunalpolitiker weich. Der langjährige SPD-Ratsherr Ulrich Hus (SPD) bricht in Osnabrück seine Zelte ab und zieht mit seiner Ehefrau Sigrid Hus-Halstenberg nach Baden-Württemberg.

21 Jahre lang hat Ulrich Hus maßgeblich die Politik im Rathaus mitgeprägt, zeitweise als Fraktionsvorsitzender der SPD und mehrfach als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Eigentlich wollte der 69-Jährige schon 2016 mit der Politik aufhören, aber auf Drängen seiner Genossen ließ er sich doch noch einmal für die Kommunalwahl aufstellen, kündigte aber an, in der Legislaturperiode aufzuhören. Am Dienstag hatte er nun seine letzte Sitzung.

„Alles hat seine Zeit“, sagt der pensionierte Realschullehrer, und „manche Diskussionen brauche ich nicht mehr“. Das Ehepaar Hus zieht nach Leinfelden-Echterdingen, zehn Kilometer südlich von Stuttgart. Einer der beiden Söhne wohnt dort mit seiner Familie, und natürlich das Enkelkind, dem die Großeltern näher sein wollen. Die Suche nach einer geeigneten Eigentumswohnung ging schneller als gedacht. Inzwischen ist das Haus in Sutthausen verkauft und der Umzug steht bevor.

Beim Rückblick auf mehr als zwei Jahrzehnte Ratspolitik kommen Ulrich Hus die von den Briten verlassenen Kasernen in den Sinn, für die die Stadt eine neue Nutzung festgelegt hat. „Die Konversion war eine ganz wichtige Geschichte“, sagt er, damals sei er oft mit Oberbürgermeister Boris Pistorius unterwegs gewesen. Und am Ende, da klingt er ganz zufrieden, sei ja für die Stadt viel Gutes herausgekommen: Flächen für den Wohnungsbau, für Gewerbebetriebe, für Sport und Freizeit.

Als wichtiges Kapitel seiner Politik sieht Ulrich Hus aber auch die Zusammenlegung der beiden Grundschulen in Sutthausen. Da sei es zu einer sehr erfreulichen parteiübergreifenden Zusammenarbeit gekommen. Für den Stadtteil ein Gewinn, wie er vermerkt. Da stellt sich die Frage, ob der langjährige Ratsherr auch an seinem neuen Wohnort in die Politik einsteigen will. Die Antwort ist kurz und knapp: Nein, sagt der gebürtige Ostwestfale, der sich jetzt ins Schwabenland aufmacht. Die Kommunalpolitik wolle er künftig lieber mit Abstand betrachten.

Seine Nachfolgerin im Stadtrat wird Annette Harding, die ebenfalls aus Sutthausen kommt.


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