Podiumsdiskussion in der IHK Bei der A33-Nord liegen die Politiker weit auseinander

Von Anne Sophie Köstner

Was erwartet die Wirtschaft? Um diese Frage ging es in einer Podiumsdiskussion der IHK. Das Foto zeigt (von links) Thomas Thiele (FDP), Giesela Brandes-Steggewentz (Linke), Günther Westermann (Grüne), Moderator Peter Kliemann, Rainer Spiering (SPD) und Mathias Middelberg (CDU). Foto: Beate Bößl/IHKWas erwartet die Wirtschaft? Um diese Frage ging es in einer Podiumsdiskussion der IHK. Das Foto zeigt (von links) Thomas Thiele (FDP), Giesela Brandes-Steggewentz (Linke), Günther Westermann (Grüne), Moderator Peter Kliemann, Rainer Spiering (SPD) und Mathias Middelberg (CDU). Foto: Beate Bößl/IHK

ansk Osnabrück. Über die Erwartungen der regionalen Wirtschaft und die Pläne der Politik diskutierten die Bundestagskandidaten aus Osnabrück in einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer.

Verkehr: Eine Kontroverse führten die Politiker über die A33-Nord. Während Mathias Middelberg (CDU) entschlossen für ihren Bau eintrat, positionierten sich die Linke-Kandidatin Giesela Brandes-Steggewentz und der Grüne Günther Westermann dagegen. Die Bundesstraßen reichten völlig aus, zudem müsse der öffentliche Nahverkehr verbessert werden.

Für umweltfreundliche Verkehrssysteme sprach sich auch der SPD-Abgeordnete Rainer Spiering aus, der aber zugleich den Ausbau der Autobahn befürwortete. FDP-Kandidat Thomas Thiele sieht im Ausbau der A33 ein Muss. Beim Thema Mobilität brauche es Menschen, die nach vorne denken. CDU-MdB Middelberg erklärte, bessere Bahnverbindungen sollten parteiübergreifend vorangetrieben werden. In der Region Osnabrück gebe es großen Nachholbedarf.

Energie: Middelberg befürwortet einen Netzausbau, damit Kohlekraftwerke nicht länger in Betrieb bleiben müssten. Für einen schnellen Kohle-Ausstieg und eine konsequentere Nutzung erneuerbarer Energien sprach sich der Grüne Westermann aus.

Steuern: Mit Ausnahme von Brandes-Steggewentz wollen die Parteivertreter den Solidaritätszuschlag Stück für Stück abbauen.

Arbeit und Bildung: Matthias Middelberg nannte es Unsinn, dass der Arbeitsmarkt als Elend dargestellt würde. Gut qualifizierte Arbeitslose würden wieder eine Arbeit finden.

Bei der Schulbildung müsste die Industrie mehr Interesse an den Nachwuchskräften zeigen, meinte SPD-Mann Spiering. In den Berufsschulen gebe es einen Investitionsstau. FDP-Kandidat Thiele plädierte dafür, jungen Menschen einen unbürokratischen Einstieg in die Unternehmerwelt zu ermöglichen.


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