Osnabrücker Oberschule feiert Jubiläum Über 1000 Ehemalige spürten den „Domschulkitzel“

Von Leon Walter

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Der Andrang auf die Halle Gartlage war groß: 1000 Voranmeldungen aus ganz Deutschland und der Welt erfolgten online, weitere 300 Gäste gelangten über die Abendkasse auf die Feier. Foto: Elvira PartonDer Andrang auf die Halle Gartlage war groß: 1000 Voranmeldungen aus ganz Deutschland und der Welt erfolgten online, weitere 300 Gäste gelangten über die Abendkasse auf die Feier. Foto: Elvira Parton

lewa Osnabrück. Gut 6000 Schüler besuchten die Osnabrücker Domschule in den letzten 40 Jahren – etwa ein Viertel von ihnen fand sich zum Ehemaligenfest in der Halle Gartlage ein.

Anlässlich des 40. Jahrestags seit Gründung im Jahre 1977 veranstaltete die Domschule ein Zusammenkommen in größerer Dimension. Oder wie Schulleiter Axel Diekmann es formulierte: „Das vielleicht größte Klassentreffen Norddeutschlands.“

Lebenslanges Lernen

Als Konkordatsschule in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück habe sie schon immer eine religiöse und ökumenische Ausrichtung gehabt. Das habe sich in 40 Jahren nicht geändert. Dennoch sei das „Gesicht“ der Domschule, die mittlerweile als Oberschule fungiert, heute ein anderes. „Das ist nicht schlimm, sondern der normale Verlauf einer Schule“, sagte Axel Diekmann. Die heutigen Schüler unterschieden sich von denen, welche die Einrichtung vor 10, 20 oder 40 Jahren besucht hätten: Sie seien anders sozialisiert und religiös orientiert. Umso größer sei die Relevanz des „lebenslangen Lernens“, auf das die Domschule stets viel Wert gelegt habe. Dies sagte Diekmann auch mit Blick auf die anwesenden Pensionäre und ehemaligen Lehrkräfte.

Markantes Schulgebäude

Eine dieser Wegbegleiterinnen ist Maria Schwedhelm. 1987 trat sie für drei Jahre eine Lehrstelle an der Domschule an, heute ist sie als Schulrätin unter anderem für die Bildungsanstalt zuständig. Und auch nach 30 Jahren macht sie noch aus, was ihr damals schon auffiel: der besondere „Domschulkitzel“, hervorgerufen durch ein markantes Gebäude und die spezielle Persönlichkeit der Schulgemeinde, sei auch nach all der Zeit noch präsent.

Generationenübegreifendes Netz

Sabine Müller, stellvertretende Schulleiterin und seit Jahrzehnten Lehrerin an der Domschule, wurde mit der Organisation des Ehemaligentreffens betraut. Dazu bildete sie einen Arbeitskreis aus ehemaligen sowie aktuellen Lehrkräften, einstigen Schülern und auch Eltern, die früher selber einmal die Domschule besuchten. Die Herausforderung der Organisationsgruppe: den Bogen schlagen von der modernen Domschule, die etwa 900 Schüler zählt, zur Schulgemeinde des Gründungsjahrs 1977. Das generationenübergreifende Netz, welches die vielfältige Organisation der Feier ermöglicht habe, beeindruckte Sabine Müller. Wie am Ende alles ineinander gegriffen habe, so befand sie, „ist der Hammer“.

Die Halle Gartlage war mit etwa 1300 Besuchern letztlich vollends gefüllt. Axel Diekmann wünschte den zahlreichen Gästen Begegnungen mit „hohem Wiedererkennungswert“ – gleichwohl manche Haarpracht heute sicherlich anders aussehen möge als noch vor zehn, 20 oder 40 Jahren.


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