Sommerfest der SPD Weil und Pistorius machen Wahlkampf in Osnabrück


Osnabrück. Die Osnabrücker SPD hatte am Samstag die niedersächsische Parteiprominenz zu Gast: Zum Sommerfest im Steinwerk an der Rolandsmauer kamen Ministerpräsident Stephan Weil und Innenminister Boris Pistorius.

Die Ausgangslage war eigentlich wenig sommerlich: Trübes Wetter und stagnierende Umfragewerte bildeten den Rahmen für das Sommerfest der Osnabrücker SPD. Die Laune ließen sich die Genossen davon allerdings nicht verderben. Stattdessen gaben sie sich kämpferisch.

Doppelter Wahlkampf

Boris Pistorius, Innenminister Niedersachsens und ehemaliger Bürgermeister von Osnabrück, schwor seine Partei auf die kommenden Wochen ein:„Wir müssen jetzt kämpfen, ganz egal, was die Umfragen sagen.“ Es gelte, besonders die Wechselwähler für die SPD zu gewinnen. Pistorius machte doppelten Wahlkampf: Zum einen unterstützte er seine Parteikollegin Antje Schulte-Schoh, die am 24. September in den Bundestag einziehen will. Zum anderen versuchte er, die Genossen für die eigene Wiederwahl im niedersächsischen Landtag zu mobilisieren. „Mein Ziel sei es, den Wahlkreis Osnabrück-West im Oktober direkt zu gewinnen“, so Pistorius.

Hier geht es weiter: Antje Schulte-Schoh aus Atter will in den Bundestag gewählt werden

Stephan Weil, Ministerpräsident Niedersachsens, tat es ihm gleich. Er lobte seine Parteikollegin Schulte-Schoh, machte aber auch deutlich: „Bund und Land gehen Hand in Hand.“ Er verwies auf die Erfolge seiner Regierungszeit in Hannover. „Wir stehen für gebührenfreie Bildung und wir haben die Studiengebühren abgeschafft“, sagte er. Als Nächstes wolle er die Kinderbetreuung ebenfalls kostenfrei gestalten. „Die letzten Jahre waren gut in Niedersachsen. So soll es weitergehen“, erklärte Weil.

Rücktritt ist kein Thema

Von einem möglichen Rücktritt wegen des schwelenden Diesel-Skandals bei Volkswagen war an diesem Nachmittag keine Rede. „Wir wollen unbedingt, dass der alte auch der neue Ministerpräsident ist“, betonte auch Antje Schulte-Schoh und verteilte weiter Glückskraniche aus Papier als Symbole ihres Wahlkampfes.


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