Gespräch mit CDU-Politikern Osnabrücker Hafen soll langfristige Perspektive bekommen

Die Haster Schleuse soll im kommenden Jahr mit vorhandenen Ersatztoren ausgerüstet werden. Das erfuhren CDU-Politiker von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Foto: Jörn MartensDie Haster Schleuse soll im kommenden Jahr mit vorhandenen Ersatztoren ausgerüstet werden. Das erfuhren CDU-Politiker von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Um eine langfristige Perspektive für den Osnabrücker Hafen ging es in einem Gespräch, das auf Initiative des CDU-Landtagsabgeordneten Burkhard Jasper mit den Verantwortlichen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung geführt wurde. Dabei wurde bekannt, dass ein Masterplan erstellt werden soll, um die nächsten Ausbauschritte festzulegen.

Die Haster Schleuse werde im Herbst 2018 mit vorhandenen Ersatztoren ausgerüstet, um die Erreichbarkeit des Stadthafens in den kommenden Jahren sicherzustellen, erklärten Hermann Poppen, der Unterabteilungsleiter der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn, und Henning Buchholz, der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Minden.

Zudem liege jetzt ein genehmigter Entwurf für die folgende Grundinstandhaltung der Haster und Hollager Schleuse vor. Nun planten Ingenieure die weitere Sanierung der Schleusen einschließlich möglichst geringer Sperrzeiten. 2018 würden die Arbeiten ausgeschrieben und 2019 solle damit begonnen werden. Es werde mit einer Dauer von etwa einem Jahr gerechnet, teilte Jasper nach der Unterredung mit.

Wer Güter über die Wasserstraßen transportieren will, müsse bereit sein, die entsprechenden Investitionen zu leisten, erklärte Bernd-Carsten Hiebing, der hafenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und berichtete von positiven Erfahrungen aus dem Emsland. An dem Gespräch nahmen außerdem der Bundestagsabgeordnete Mathias Middelberg, mehrere Landtagsabgeordnete und Unternehmensvertreter aus dem Osnabrücker Hafen teil.

Der Transport von Gütern auf Kanälen und Flüssen entlaste die Straßen, spare dort Unterhaltungskosten und sei umweltfreundlich, betonte Jasper. Dafür sei es notwendig, die Schleusen des Stichkanals für Großmotorgüterschiffe befahrbar zu machen, die Kaimauern im Hafen für eine Abladetiefe von 2,80 Meter herzurichten und die Brücke der Römereschstraße anzuheben.

Mit dem Masterplan zur Realisierung sollten sich die Unternehmen weiterentwickeln können und die vom Hafen abhängigen Beschäftigungen gesichert werden. Der Landtagsabgeordnete Clemens Lammerskitten wies darauf hin, dass dabei mit dem Landkreis zusammengearbeitet werden solle, der in Bohmte einen Ergänzungshafen für Container plant.


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