Westerberg: Verzicht auf Bebauung CDU-Fraktion will keine neuen Häuser am Corneliusweg


Osnabrück. Nach einem Ortstermin am Westerberg spricht sich die CDU-Fraktion dafür aus, die Gärten am Corneliusweg nicht zu bebauen. Die Stadt hatte das Areal für den Bau von 20 Wohnungen ins Auge gefasst. Fraktionschef Fritz Brickwedde ist überzeugt, dass die Pläne mit dem Votum seiner Partei nun vom Tisch sind.

Im Juni hatten Anwohner und Kleingärtner vom Corneliusweg in einer CDU-Versammlung gefordert, dass auf dem Grünstreifen am Westerberg keine Häuser errichtet werden sollen. Dieser Auffassung schloss sich Brickwedde jetzt an, nachdem er sich gemeinsam mit Katharina Pötter vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt zum Ortstermin eingefunden hatte.

„Nach eingehender Prüfung“ würden sie der Arbeitsgruppe Baulandentwicklung zwischen Politik und Stadtverwaltung empfehlen, „von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen und das Gebiet des Kleingartenvereins nicht anzutasten“, erklärten die beiden CDU-Ratsmitglieder am Freitag in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

13 Parzellen

„Das ist wirklich ein schönes Stück Osnabrücker Natur, das wir nicht ohne Not zerstören sollten“, befand Brickwedde, zumal auf diesem Fleckchen Erde „ja auch Gemeinschaft stattfindet“. Er sei überrascht gewesen, dass auch die Montessorischule seit vielen Jahren mit einem berufsvorbereitenden Projekt und Arbeitsgemeinschaften einen der Kleingärten nutze, teilte er mit. Auffallend sei zudem, dass die Anlage mit den 13 Parzellen von vielen jüngeren Familien und auch Kindern belebt werde.

Der teilweise nur 30 Meter breite Grünstreifen zwischen der Richard-Wagner-Straße und dem Corneliusweg besteht jeweils zur Hälfte aus Kleingärten und aus städtischer Grünfläche. Es sei erfreulich, dass der Kleingartenverein West mit 270 Gärten über eine große Nachfrage verfüge, schreibt die CDU-Fraktion. Kleingärten leisteten einen wichtigen Beitrag zu einem guten Stadtklima und einer besseren Luftqualität.

3000 neue Wohnungen

Die Argumente der Kleingärtner und Anlieger seien so überzeugend, dass die Position der CDU nun feststehe. Gleichwohl betonen Brickwedde und Pötter, dass sie an dem Ziel festhalten wollen, über neues Baurecht mehr als 3000 neue Wohnungen zu schaffen. Einschränkend fügen sie hinzu: „Dabei wollen wir aber die grünen Finger und Frischluftschneisen nicht beeinträchtigen.“


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