Haftungsfrage noch zu klären Förster offen für legale Downhill-Pisten am Dörenberg

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Osnabrück. In der Diskussion um legale Downhill-Pisten im Landkreis Osnabrück gibt es Fortschritte. Der Leiter des für den Staatswald zuständigen Forstamts in der Region Osnabrück, Ulrich Zeigermann, zeigt sich offen, gewisse Strecken im Abschnitt des Staatswaldes am Dörenberg freizugeben.

Seine wichtigste Forderung in diesem Zusammenhang ist nur: „Einer muss die Haftung dafür übernehmen.“ Dann sei etwa die Pacht von Abschnitten des Staatswalds am Dörenberg denkbar. Da der Südhang des Dörenbergs hauptsächlich Staatswald ist, ist dort die Landesforst zuständig. Allerdings könne bei solchen Strecken etwa in Richtung Bad Iburg in unteren Lagen auch Privatwald betroffen sein. „Daher ist die Frage, inwieweit die privaten Waldbauern auch mitmachen. Das muss im Konsens passieren“, betont Zeigermann.

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Übernimmt neuer Mountainbike-Verein die Haftung für einen Bikepark am Dörenberg?

Im Osnabrücker Bikepark am Piesberg konnte das Problem der Haftungsfrage über den TuS Bramsche gelöst werden, denn die Biker sind dort über eine Mitgliedschaft in dem Verein versichert. Eine ähnliche Lösung könnte am Dörenberg nun möglicherweise der Verein „Deutsche Initiative Mountain Bike“ (DIMB) bieten. Allerdings steht die Interessengemeinschaft Osnabrücker Land als eine Abteilung des DIMB noch vor der Gründung. Eine Veranstaltung zu diesem Zweck ist am 25. August, 18 Uhr, im Haus der Jugend in Osnabrück geplant. Bislang haben sich bei Facebook bereits unverbindlich rund 100 Mitglieder der Gruppe „IG Osnabrücker Land“ angeschlossen. Es werden auch noch Repräsentanten gesucht, die sich als Sprecher oder Vertreter wählen lassen wollen. Voraussetzung dafür ist einem der Mitinitiatoren der Gründung der IG, Daniel Decker, zufolge die Volljährigkeit und eine DIMB-Mitgliedschaft. Außerdem bittet Decker bei entsprechender Bereitschaft um eine Mail an IGOsnabrueckerLand@gmail.com.

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Auch Downhill-Biker Märker als Repräsentant gefragt

Laut Decker sind damit auch die Downhiller angesprochen, da Downhill eine Mountainbike-Sparte sei. Die „Abfahrtsfahrer“, so die deutsche Übersetzung, rasen mit ihren speziellen Fahrrädern so schnell wie möglich bergab, gehen in weitestmöglicher Schräglage in die Kurven, springen über Rampen und versuchen sich in der Luft zu drehen oder Figuren zu kreieren. Ziel ist es, für Mountainbiker und Downhiller passende Routen für legale Strecken am Dörenberg zu schaffen. Bislang hatte sich der professionelle Downhill-Fahrer Max Märker aus Bad Iburg bereit erklärt, als Interessenvertreter der Downhill-Biker mit dem Landkreis Osnabrück und Förstern über Konzepte zu sprechen. Zudem hatte er als Geschäftsführer einer Getränkefirma, die Erfrischungs- und Sportgetränke entwickelt und vermarktet, signalisiert, einen Bikepark am Dörenberg auch finanziell zu unterstützen. Decker würde sich eigenen Angaben zufolge freuen, wenn Märker sich auch bei der Gründungsveranstaltung des neuen Mountainbike-Vereins für das Osnabrücker Land zur Wahl stellt, um die Interessen von Mountainbikern und Downhillern in der Region zu vertreten.

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Sponsor will sich am Bikepark beteiligen

Märker sagte auf Anfrage unserer Redaktion: „Generell habe ich großes Interesse. Fraglich ist noch, ob ich den Termin mit meinen geschäftlichen Aktivitäten koordinieren kann. Soweit kann ich aktuell noch nicht planen.“ Er betont: „Die neue IG Osnabrücker Land ist eine gute Idee und ich würde das Projekt mit ,Evo Drinks’ als Sponsor auch finanziell unterstützen.“ Positiv sei, dass bei einer auch auf Mountainbiker ausgelegten Piste eine größere Zielgruppe erreicht werde, man müsse bei der Planung entsprechender Pisten aber auch darauf achten, dass sie auch den speziellen Anforderungen der Downhiller gerecht werden. Ihm sei es wichtig, mit einem solchen etwaigen Bikepark auch den Biker-Nachwuchs zu unterstützen.

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Landkreis sieht neue Dynamik durch Vereinsgründung

Der Fachdienstleiter Umwelt des Landkreises, Hartmut Escher, geht davon aus, dass durch die Vereinsgründung neue Dynamik in die Planung solcher legaler Pisten kommt. Er warnt jedoch vor Konkurrenzen zwischen Downhillern und Mountainbikern: „Wenn es dazu kommt, dann wäre das für das Projekt sicherlich kontraproduktiv.“ Eine Idee wäre aus Eschers Sicht, die Flächen im oberen Bereich des Dörenberg-Südhangs, die zum Staatswald gehören, auseinanderzufächern und im unteren Bereich über eine Strecke zusammenzuführen, wenn sich entsprechende private Waldbauern bereit erklärten, ihre Flächen entsprechend zu verpachten.

( Weiterlesen: Landkreis Osnabrück offen für legale Downhill-Pisten)


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