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Streit um Kuba-Blockade Rossmann wehrt sich gegen Paypal

Osnabrück. Rossmann Online wehrt sich gegen Drohungen von Paypal. Der US-Konzern, der auch vielen deutschen Unternehmen im Internet als Bezahlungsabwickler dient, wollte dem Drogerieshop verbieten, kubanische Waren per Paypal abzurechnen. Rossmann hat Paypal für seinen Shop daraufhin abgeschaltet, meldete jetzt das Internetportal golem.de.

Damit wendet sich im Streit um die Kuba-Blockade jetzt erstmals ein großes deutsches Unternehmen gegen den Bezahlungsabwickler. Die Dirk Rossmann GmbH ist die drittgrößte Drogeriemarktkette Deutschlands. Im Internet veröffentlichte das Unternehmen eine Erklärung für seine Entscheidung, die Geschäftsbeziehungen zu Paypal zu kappen. Paypals Versuch, „US-amerikanisches Recht durchzusetzen und die Kunden ihrer freien Entscheidung zu berauben“, sei nicht akzeptabel, hieß es.

Paypal hat seinen Stammsitz in den USA und begründet seine Aufforderung damit, dass das Unternehmen „deshalb verpflichtet sei, das US-Embargo gegenüber Kuba auch in ihren ausländischen Tochtergesellschaften umzusetzen“. Rossmann dagegen ist der Auffassung, dass „es aus unserer Sicht keinen Grund gibt, warum in Deutschland US-amerikanisches Recht praktiziert werden muss“.


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