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24.07.2017, 18:59 Uhr

Größeres Arsenal bietet dem Zoo Osnabrück neue Optionen

Kommentar von Sebastian Stricker

Zootierarzt Thomas Scheibe zielt mit einem Narkosegewehr in einen Käfig. Foto: NOZ-Archiv/Jörn MartensZootierarzt Thomas Scheibe zielt mit einem Narkosegewehr in einen Käfig. Foto: NOZ-Archiv/Jörn Martens

Osnabrück. Die Erweiterung des Waffenarsenals nach dem Bärenausbruch verschafft dem Zoo Osnabrück im Notfall neue Handlungsoptionen. Ein Kommentar.

Wenn ein wildes Tier von räuberischer Natur aus seinem Gehege entkommt und dadurch zur echten Gefahr für Leib und Leben von Menschen wird, ist das für einen Zoo der Super-GAU. Insofern handelt der Zoo Osnabrück nach dem Bärenausbruch im März genau richtig, wenn er alles Mögliche unternimmt, um auf solche Katastrophen künftig noch besser reagieren zu können. Aufzurüsten und das Arsenal sowohl quantitativ als auch qualitativ zu vergrößern, ist deshalb nur folgerichtig. Im Fall Tips haben Tierschützer moniert, es seien nicht alle Mittel ausgeschöpft worden, um das entlaufene Tier zu stoppen, ohne es zu töten. Tatsächlich aber gab es – zumindest am Ende – keine Alternative mehr zum Abschuss. Indem der Zoo künftig eine breitere Palette an Waffen und Munition vorhält oder zumindest ihre Anschaffung prüft, nimmt er nicht nur seine Kritiker ernst, sondern verschafft sich möglicherweise auch neue Handlungsoptionen.


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