Am Museum Industriekultur Oldtimer-Treffen am Piesberg in Osnabrück


cby Osnabrück. Zu einem Ausflug in die Automobilgeschichte hat am Sonntag die Oldtimer-Interessengemeinschaft (IG) Osnabrück auf das Magazingelände des Museums Industriekultur eingeladen.

Zahlreiche Besucher konnten am Piesberg rund 450 Fahrzeuge aller Altersklassen bestaunen.

Liebevoll tätschelte ein Pärchen den Kotflügel eines Adler-Triumph-Kabrioletts. Gleich drei dieser seltenen Vorkriegsfahrzeuge hatten vor dem Magazingebäude Aufstellung genommen. Zusammen mit zahlreichen weiteren Raritäten bildeten sie die ältesten Exponate der Veranstaltung. Doch auch die Besitzer von Youngtimern konnten sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. Das Magazingelände bot allen Fahrzeugen ausreichend Platz, etwas eng wurde es zwischen den Modellen zeitweise aber schon. Während einige Besucher das Gespräch mit den Oldtimer-Besitzern suchten, zückten andere Fotoapparat oder Smartphone und hielten ihre Eindrücke fest. Ob Opel-Diplomat, edler Alfa Romeo 2600 oder glänzender Horch, Motive gab es zur Genüge. Mehr als zufrieden mit der Besucherzahl zeigte sich auch Oldtimer-IG-Pressewart Uwe Schmidt. Neben Fahrzeugen aus der Region fanden auch Oldtimer aus dem Ruhrgebiet, Ostwestfalen und dem Oldenburger Land den Weg zum Treffen, das mit seinem historischen Industriekultur-Ambiente eine passende Kulisse bot. Während einige Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen für eine kürzere Stippvisite vorbeischauten, blieben die meisten über mehrere Stunden vor Ort.

Auch die Osnabrücker Dampflokfreunde präsentierten ihre vielseitige Arbeit auf dem Gelände. Wer mochte, konnte der Fahrzeugschau zudem einen Museumsbesuch folgen lassen, denn das Museum für Industriekultur hatten seine Pforten an diesem Tag kostenlos geöffnet. Vor allem der Zugang zum Hasestollen wurde dabei intensiv genutzt.

„Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten hat sich ganz toll entwickelt, das greift mittlerweile sehr gut ineinander“ kommentierte Oldtimer-IG-Vorsitzender Jens Riesberg das offene Veranstaltungskonzept und das Zusammenspiel zwischen Vereinen und dem Museum. Seit dem 1. Juni verfügt die Oldtimer-Interessengemeinschaft über den Vereinsstatus. Neben einem großen Mitgliederzuwachs spielen dafür auch haftungsrechtliche Gründe eine Rolle. Vereinsmitglieder, die zugleich auch beim Technischen Hilfswerk (THW) engagiert sind, kümmerten sich an diesem Tag auch um die Versorgung. Ihren restaurierten Tragspritzenanhänger aus dem Jahr 1968 haben die Aktiven zum Grill umfunktioniert. Eis wurde aus einem VW-T1-Bus heraus angeboten. Auf großes Interesse stießen auch die halbstündlichen Rundfahrten mit einem Traditionsbus aus dem Jahr 1955. „Hier ist für jeden Automobilinteressierten was dabei“, kommentierte Thorben Rückert aus Hollage. „Man kommt schnell ins Gespräch, und das Ambiente ist spitze.“

Über positive Rückmeldungen konnte sich auch Erwin Bittner freuen. Der pensionierte Feuerwehrmann ist stolzer Besitzer eines weißen Adler-Triumph-Junior-Kabrioletts aus dem Jahr 1939. Ab 1947 kann er die Geschichte des Fahrzeugs nachvollziehen. Unzählige Arbeitsstunden investierte er in das historische Gefährt, das von ihm häufig für längere Ausfahrten genutzt wird. Das Interesse für historische Automobile teilt er mit all den Oldtimer-Freunden, die sich an diesem Tag voll und ganz ihrem Hobby widmen konnten.


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