Wetter, Schuhwerk, Literatur Letzte Tipps zur Telgter Wallfahrt 2017

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In diesem Jahr sprechen die Pilger auf der Telgter Wallfahrt neue Gebete. Archivfoto: Michael GründelIn diesem Jahr sprechen die Pilger auf der Telgter Wallfahrt neue Gebete. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Am 8. und 9. Juli 2017 pilgern tausende Gläubige von Osnabrück nach Telgte. Kurz vor dem Großereignis haben wir noch mal alle wichtigen Informationen für (Neu-) Pilger zusammengestellt.

Wie ist der Zeitplan, was muss man mitbringen, und wie wird das Wetter? Vor der Telgter Wallfahrt gibt es besonders für Neupilger so einiges zu beachten. Aber auch für langjährige Teilnehmer gibt es in diesem Jahr Neuerungen: zum Beispiel das Wallfahrtsbuch.

Das neue Wallfahrtsbuch

„Gott schütze uns vor der Mischehe“ – damit die Pilger auf der Telgter Wallfahrt solche Gebete nicht mehr sprechen müssen, haben sich die Organisatoren dazu entschieden, ein neues Wallfahrtsbuch aufzulegen. „Das Alte hatten wir 25 Jahre in Betrieb, es passte nicht mehr in die Zeit“, erklärt Karl-Heinz Schomakers, der technische Leiter der Wallfahrt.

Hier geht es weiter: Hintergründe und Historisches zur Telgter Wallfahrt

Außerdem wurden Schriftsatz und Absätze angepasst, sodass das neue Buch leserlicher ist, als das Alte. Dadurch ist es ein paar Seiten dicker geworden, „aber wichtiger ist doch, dass es praktikabel ist“, so Schomaker. Er rät allen Pilgern, sich die Literatur schon vor dem Beginn der Wallfahrt zu besorgen. Die Dombuchhandlung in Osnabrück und die Wallfahrtsvereine in den Gemeinden verkaufen das blaue Büchlein für fünf Euro pro Stück. „Wir müssen einige tausend davon unter die Leute bringen“, so Schomaker.

So sieht es aus, das neue Wallfahrtsbuch mit aktuellen Gebeten und leserlicher Schrift. Foto: Louisa Riepe

Die wichtigsten Stationen der Wallfahrt

Die Strecke der Telgter Wallfahrt ist mehr als 43 Kilometer lang und in unterschiedliche Abschnitte eingeteilt. Die wichtigsten Stationen am Samstag, den 8. Juli, sind:

  • 3.00 Uhr: Aufbruch der Pilger am Johannisfriedhof an der Iburger Straße
  • 8.00 Uhr: Pilgermesse in Glandorf
  • 12.50 Uhr: Mittagsrast in Ostbevern
  • 15.45 Uhr: Ankunft in Telgte, Begrüßung durch Weihbischof Zekorn und den Telgter Probst Michael Langfeld, anschließend Picknick auf den Emswiesen

Nach einer kurzen Nacht machen sich einige Pilger am Sonntag, den 9. Juli, wieder auf den Rückweg nach Osnabrück:

  • 8 Uhr: Auszug aus Telgte
  • 12.15 Uhr: Rast in Ödingberge mit Andacht durch Domkapitular Hermann Wieh
  • 16.35 Uhr: Rast an der Klause in Schevendorf
  • 18.30 Uhr: Einzug in die Pfarrkirche Peter und Paul in Oesede und Schlussandacht

(Den vollständigen Zeitplan mit allen Abschnitten und Pausen finden Sie hier.)

So wird das Wetter am Wochenende

Das Wetter meint es gut mit den Pilgern: Michael Bauditz vom Deutschen Wetterdienst prognostiziert für die beiden Wallfahrtstage sommerliche Temperaturen und eine geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit. „Es bleibt am Wochenende angenehm warm mit um die 25 Grad“, so der Diplommeteorologe. Am Samstag ziehe aus dem Norden zwar eine Regenfront über Deutschland. Diese dürfte Osnabrück nach den aktuellen Modellen aber knapp verfehlen. „Ich stelle mir das so vor, dass sich die Bewölkung vielleicht verdichtet und ein paar Tropfen fallen“, sagte Bauditz. Die Wahrscheinlichkeit für starken Regen sei aber eher gering. Wenn, dann müssten sich die Pilger gegen Mittag auf Regen einstellen.

Alle Pilger, die auch den Rückweg am Sonntag noch zu Fuß antreten, sollten sich allerdings sputen. „Der Tag beginnt erst mal freundlich, aber am Abend und in der Nacht kann es zu kräftigeren Niederschlägen kommen“, so Bauditz. Schuld daran ist ein Tiefdruckgebiet, das über Norddeutschland hinweg zieht. Ob es eher fünf bis zehn oder 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter mit sich bringt, konnte der Meteorologe am Donnerstag noch nicht abschätzen.

Das sollten Neupilger mitbringen

Sicherheitshalber sollten Pilger also eine Regenjacke mitnehmen. Außerdem gehören „vernünftiges Schuhwerk, eine kleine Wasserflasche und eine Kopfbedeckung“ ins Gepäck, sagt Karl-Heinz Schomaker. Auch etwas Geld kann nicht schaden, denn Verpflegung und Getränke oder die Fahrt auf einem der Begleitfahrzeuge gibt es nur gegen Bares.

Neupilger brauchen auch Geduld, um sich auf der Wallfahrt zurechtzufinden, sagt Schomaker. „Die ersten Kilometer sollte man sich erst mal nur an das Schritttempo gewöhnen und erst danach die Nase ins Buch stecken und mit beten.“ Denn wer langsamer wird, der läuft Gefahr, von den Mitpilgern angerempelt zu werden. Respekt vor der Distanz der Strecke braucht dagegen niemand zu haben, meint Schomaker. „Jeder Abschnitt ist acht bis zehn Kilometer lang, das sind etwa ein bis eineinhalb Stunden. Dazwischen machen wir Pausen, da kann man sich gut regenerieren.“


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