Probleme mit Kunststoffen NOZ-Serie Plastikmüll – jeder kann etwas dagegen tun

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Osnabrück. Plastikmüll wird zu einem immer größeren Problem. Der Schauspieler Hannes Jaenicke wirft sich gerade als Protagonist für die Deutsche Umwelthilfe mit einer Online-Petition ins Zeug. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll dafür sorgen, dass das weltweite Plastikmüll-Problem gelöst wird. Jaenickes Fazit: „Plastik ist die Pest.“

Nachdem das Thema inzwischen in aller Munde ist, ist das eine populäre These. Zu platt, wie schon der Blick in den eigenen Kühlschrank offenbart. Plastikmaterialien in Länder zu liefern, die keine funktionierenden Recycling- und Entsorgungsverfahren haben, führt tatsächlich zu den riesigen Müll-Inseln in den Ozeanen. Dagegen könnten die Kanzlerin und ihre G-20-Kollegen einsetzen. Bei uns hat aber auch jeder einzelne vieles selbst in der Hand.

Mehrfachnutzung

Denn Plastikprobleme gibt es hier besonders dann, wenn wir gedankenlos und verschwenderisch mit dem Material umgehen. Ein Beispiel: Omas Tipp, die Plastiktüte aus dem Laden mehrfach zu verwenden, wird trotz Tütengebühr oft nicht beherzigt. Aber an sich wäre es zumutbar und billiger, den dünnen Beutel für den Spontaneinkauf irgendwo in der Handtasche zu verstauen.

Es gibt jede Menge weiterer Negativbeispiele, die leicht abzustellen wären. Warum muss auf jedem Pink-Lady-Apfel noch ein kleiner Aufkleber mit der Sortenbezeichnung pappen? „Marketing“, sagt der Händler auf dem Osnabrücker Wochenmarkt und zuckt mit den Schultern. An die Schlangengurke in Folie haben wir uns gewöhnt. In den USA gibt es einzeln eingeschweißte Kartoffeln im Regal, wir finden‘s übertrieben – noch. Zur NOZ-Themenseite Plastikmüll

Kiwi-Aufkleber

Einem Teil des Plastikmülls kann der Verbraucher selbst den Weg in die Umwelt versperren. Ein bisschen Pedanterie ist aber schon erforderlich, um zu verhindern, dass der Kiwi-Aufkleber oder das Schild aus dem Primelpott auf dem Komposthaufen landen.

Schlichtes, kurzes Nachdenken reicht schon aus, den Hundekotbeutel in einen Mülleimer zu schmeißen und nicht in den Wald. Beim Seifenkistenrennen muss man nicht Plastik-Konfetti in die Rabatten schießen. Kein Stadtgärtner bekommt das je wieder heraus. Und vernünftige gelbe Tonnen statt untauglicher Säcke würden der Umwelt in Osnabrück ebenfalls einiges Plastik ersparen.


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