Bücher und Urkunden Osnabrücker Juraprofessor vergibt Preise für beste Klausuren

Von Sebastian Stricker

Juraprofessor Bernd Hartmann von der Universität Osnabrück zeichnet seine besten Studenten ab sofort mit Buchpreisen und Urkunden aus. Unser Archivbild zeigt den Professor für Öffentliches Recht, Wirtschaftsrecht und Verwaltungswissenschaften beim Osnabrücker Wissensforum 2015. Foto: Swaantje HehmannJuraprofessor Bernd Hartmann von der Universität Osnabrück zeichnet seine besten Studenten ab sofort mit Buchpreisen und Urkunden aus. Unser Archivbild zeigt den Professor für Öffentliches Recht, Wirtschaftsrecht und Verwaltungswissenschaften beim Osnabrücker Wissensforum 2015. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Ohne Fleiß kein Preis! Der Osnabrücker Juraprofessor Bernd Hartmann zeichnet seine besten Studenten ab sofort mit Buchpreisen und Urkunden aus. Mit dem „Best Paper Award“ will er den rechtswissenschaftlichen Nachwuchs an der Uni zu Höchstleistungen anspornen.

Der Klausurpreis ist Hartmanns persönliche Antwort auf seine Beobachtung, dass Leistungsbereitschaft von der Gesellschaft zunehmend als spießig wahrgenommen und belächelt werde. Zwar seien die Jurastudenten der Universität Osnabrück „nicht nur ausgesprochen fleißig, sondern auch überdurchschnittlich erfolgreich“. Gleichwohl habe er „den Eindruck, dass sich unter vielen Schülern und Studierenden die Einstellung ausbreitet, es sei cool, nicht zu den Besten zu gehören“, erklärt der Direktor des Instituts für Kommunalrecht und Verwaltungswissenschaften. Dem wolle er in seinen Lehrveranstaltungen entgegenwirken.

Den „Best Paper Award“ soll deshalb erhalten, wer die schriftlichen Prüfungen in Hartmanns Vorlesungen und Seminaren mit der höchsten Punktzahl abschließt. Die Auszeichnung besteht aus einer Urkunde im offiziellen Uni-Design sowie einem Büchergutschein. Damit habe der Gewinner freie Auswahl aus dem Jura-Studienliteraturprogramm des Nomos-Verlages (Baden-Baden), so der Professor.

Hoher Symbolwert

Zum ersten Mal will Hartmann den Klausurpreis am 13. Juli vergeben. Danach stelle ihm der Verlag fünf Büchergutscheine pro Semester zur Verfügung. „Natürlich ist mir klar, dass die kleine Anerkennung nur symbolische Bedeutung hat. Aber dieses Symbol ist mir wichtig.“