Ferienspaß am Stichkanal Osnabrücker Ferienkinder schnuppern beim Kanu-Paddeln rein

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Pitschnass war Simon, der mit anderen Ferienpass-Kindern am Samstag beim Schnupper-Paddeln des Kanu-Clubs dem Regen trotzte. Foto: David EbenerPitschnass war Simon, der mit anderen Ferienpass-Kindern am Samstag beim Schnupper-Paddeln des Kanu-Clubs dem Regen trotzte. Foto: David Ebener

Osnabrück. Von oben und von unten erlebten elf Kinder am Samstag Wasser. Sie kamen zum Schnupper-Paddeln des Osnabrücker Kanu-Clubs auf dem Stichkanal. Spaß hatten sie trotzdem, obwohl es regnete und manch ein junger Kanute vollkommen durchnässt war.

„Die Kanus riechen nach nichts“, sagte Leon (11) und schaute irritiert aus der nassen Wäsche. Beim Schnupper-Paddeln wurde natürlich nicht an den Booten gerochen, sondern die Kinder sollten einen Eindruck davon bekommen, wie es ist, mit einem Kanu zu fahren. Leon fand das cool. Finia (10) meinte: „Auf dem Wasser fühlt man sich frei.“ Ihr hat besonders das ruhige Gleiten über den Kanal gefallen.

Bevor die Kinder in den Booten saßen, haben sie erst mal gelernt, wie sie in die Kanus einsteigen müssen. Dafür legten sie das Paddel auf das Boot und den Steg. So konnten ihre Kanus nicht wegdriften, und so kamen sie nicht in Gefahr einen Spagat machen zu müssen.

Als sie schließlich in den Booten saßen, nutzten sie die Paddel zum Fahren und Lenken. „Beim Paddeln wird eine ständige Kurskorrektur ausgeführt“, sagte der Vorsitzende des Osnabrücker Kanu-Clubs, Ralf-Michael Purschke. Die Kanus fahren nicht einfach geradeaus, sondern werden durch die Strömung des Wassers von ihrem Weg abgelenkt. Am besten wird der Paddelschlag auch mit dem ganzen Körper ausgeführt, so Purschke weiter. Daran arbeiten die Kanuten ein lange Zeit.

Im Mittelpunkt des Vereins stehe das Naturerlebnis, so Purschke. Die Mitglieder fahren auf den Flüssen in der Region oder auf der Nord- und Ostsee. Am Himmelfahrtswochenende haben sie zum Beispiel die Insel Fehmarn umrundet.

Für die elf Ferienpass-Kinder war aber am Samstag Spaß und Schnuppern angesagt. Eigentlich waren 16 Kinder angemeldet. Aber sechs waren wohl wasserscheu. Purschke sagte, dass er noch ein Kind von der Warteliste aktivieren konnte. Diejenigen, die trotz Dauerregens gekommen waren, lernten Rückwärtsfahren, mit den Paddeln zu lenken oder fuhren einen Kurs durch Hindernisse. Leon meinte, bei einem Tretboot wäre das Lenken noch cooler, denn da gebe es ein Lenkrad.

„Für viele Kinder ist das hier ein Erfolgserlebnis“, sagte Ralf-Michael Purschke. Als die jungen Kanuten aber Mittagspause machten, hatten sie ein anderes Element als Wasser im Sinn: Feuer. Die nassen Kinder baten darum, den Kamin im Vereinsheim anzuzünden.


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